Politik

Gegenwind für den "Spalter": Hollywoods Helden opponieren gegen Trump

Promis gehören zum US-Wahlkampf wie Millionenspenden: Doch für Donald Trump kann sich das Who's Who der Traumfabrik nicht erwärmen. Eine Kampagne gegen den Präsidentschaftsbewerber versammelt echte Filmlegenden hinter sich.

"Stop Hate - Dump Trump" - dieser eingängige Slogan dürfte US-Milliardär Donald Trump gar nicht gefallen. Und die Kampagne, die den Präsidentschaftsbewerber "auf dem Müll" sehen will, hat reichlich prominente Unterstützer, darunter die Schauspieler Danny Glover, Jane Fonda und Harry Belafonte sowie den Regisseur Jonathan Demme. Sie alle wollen ihre Popularität nutzen, um den Republikaner als Nachfolger von Präsident Barack Obama zu verhindern.

"Wir denken, dass Trump eine große Bedrohung ist für Demokratie, Freiheit, Menschenrechte, Gleichheit und das Wohl unseres Landes und all seiner Bewohner", erklärte die Kampagne, der sich binnen weniger Stunden 1800 Menschen anschlossen. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber sei dabei, seine "hasserfüllte und spaltende Rhetorik" noch zu steigern, sagte eine der Mitgründerinnen, die Schriftstellerin Eve Ensler. Medien und Politik sollten den Äußerungen Trumps nicht übermäßig viel Raum geben und sie mehr hinterfragen.

Trump hatte im Juni im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner seinen Hut in den Ring geworfen. In Umfragen liegt er seit Monaten vorn. Der Milliardär setzt dabei auf scharfe Töne und kontroverse Vorschläge. Dass er - etwa für seine Forderung, Muslimen die Einreise in die Vereinigten Staaten zu verwehren - auch aus der eigenen Partei gerügt wurde, interessiert ihn nicht. Schon zu Beginn seiner Bewerbung hatte Trump mexikanische Einwanderer pauschal als "Vergewaltiger" gebrandmarkt.

US-Bürger sehen Trump mit Skepsis

In einer neuen Umfrage des Pew-Instituts zeigte sich ein Drittel die Befragten dennoch recht angetan von der populistischen Politik des Immobilien-Tycoons. Auf die Frage "Wäre dies ein guter oder großartiger Präsident?" antworteten 31 Prozent, dies könne zutreffen. Aber: Mehr als die Hälfte denkt, Trump würde einen schlechten oder gar furchtbaren Präsidenten abgeben.

Grund zur Freude für die demokratische Kandidatin Hillary Clinton ist das nur bedingt: Denn auch sie schneidet in der Wählergunst nicht gut ab. Nur 35 Prozent halten sie für eine gute oder großartige Präsidentin, während 44 Prozent der Befragten das genaue Gegenteil denken. Nur jeder Fünfte sagt, sie würde "vermutlich durchschnittlich" abschneiden. Die Vorwahlen beginnen am 1. Februar mit dem Bundesstaat Iowa. Obamas Nachfolger oder Nachfolgerin wird am 8. November gewählt. Amtsantritt ist am 20. Januar 2017.

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Quelle: n-tv.de

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