Mittwoch, 23. Juni 2010
Ein Auge auf den Iran: Israel schickt Satelliten ins All
Ein neuer Spionagesatellit soll Israel mit Informationen über den Iran versorgen. "Ofek 9" soll dem Militär größere Flexibilität ermöglichen.
Nachfolger: "Ofek 7" wurde 2007 ins All geschossen und soll zusammen mit dem neuen Satelliten seine Arbeit leisten.
(Foto: ASSOCIATED PRESS)
Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Verhältnis zum Iran hat Israel einen neuen Spionagesatelliten ins All geschossen. Wie die Tageszeitung "Jerusalem Post" berichtete, wurde der Satellit "Ofek 9" von einer israelischen Schavit-Rakete in eine erdnahe Umlaufbahn gebracht. Der Start gegen 22.00 Uhr Ortszeit auf dem Stützpunkt Palmachim an der Mittelmeerküste sei erfolgreich verlaufen.
Der neue Satellit ermögliche Israel eine größere Flexibilität bei seinen Operationen, "da wir jetzt ein weiteres Augenpaar auf das Ziel gerichtet haben", sagt Chaim Esched, Direktor des Raumfahrtprogramms in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Verteidigungsministeriums.
Neue Kamera
Israel beschuldigt den Iran, heimlich Atomwaffen zu entwickeln, und fühlt sich angesichts der wiederholten Drohungen des Präsidenten Mahmud Achmadinedschad in seiner Existenz bedroht.
Der neue Spionagesatellit ist mit einer hoch entwickelten Kamera ausgestattet. Er soll zusammen mit seinem Vorgängermodell "Ofek 7", der 2007 ins All gebracht wurde, zur verbesserten militärischen Aufklärung beitragen.
dpa
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