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Auf der Flucht vor Trump: Cape Breton ist 400 Kilometer vom US-Bundesstaat Maine entfernt.
Auf der Flucht vor Trump: Cape Breton ist 400 Kilometer vom US-Bundesstaat Maine entfernt.(Foto: REUTERS)

Auf der Flucht vor Trump: Kanadische Insel bietet US-Bürgern Asyl an

Ein neuer Platz zum Leben und alle US-Amerikaner sind willkommen - falls Donald Trump ins Weiße Haus einzieht. Damit wirbt eine kanadische Tourismuswebseite. Das Interesse ist groß.

Die kanadische Insel Cape Breton schlägt mit einem nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag Profit aus der Furcht vieler US-Bürger vor einem Präsidenten Donald Trump. Sollte der Milliardär tatsächlich für die Republikaner ins Weiße Haus gewählt werden, bietet die vor der Küste der Provinz Nova Scotia gelegene Insel allen politischen Flüchtlingen aus dem Nachbarland Asyl an.

"Wartet nicht, bis Donald Trump gewählter Präsident ist, um woanders einen neuen Platz zum Leben zu finden", wirbt eine Webseite, die direkt mit dem Fremdenverkehrsamt von Cape Breton verbunden ist.

"KümmerteEuch jetzt schon darum, dann könnt ihr noch am Wahltag in einen Bus steigen und ein neues Leben in Cape Breton beginnen, wo Frauen abtreiben und Muslime frei herumlaufen dürfen und die einzigen Mauern dafür da sind, die Dächer unserer extrem günstigen Häuser zu tragen", heißt es in dem Text weiter.

Einige US-Bürger haben sich schon informiert

Die Idee zu der Anzeige hatte der Musikmoderator eines örtlichen Radiosenders. In der vergangenen Woche wurde die Reiseseite von Cape Breton 300.000 Mal angeklickt - deutlich häufiger als normalerweise pro Jahr. Nach Angaben von Fremdenverkehrschefin Mary Tulle suchten rund 5000 US-Bürger zudem nach weiteren Informationen wie etwa zu den Einwanderungsregeln, den Arbeitsmöglichkeiten und den Immobilien auf der Insel.

Alle US-Bürger seien auf ihrer rund 400 Kilometer vom US-Bundesstaat Maine entfernten Insel willkommen, sagte Tulle. "Möglicherweise möchte uns Donald Trump auch einmal besuchen", fügte sie hinzu. Die Anzeige von Cape Breton ist nur eine von vielen satirischen Kommentaren kanadischer Internetnutzer zum Rennen um das Weiße Haus. Deren Zahl steigt mit dem Fortgang der Kampagne rasant an.

Quelle: n-tv.de

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