Politik
Merkel kanzelt die AfD ab
Merkel kanzelt die AfD ab(Foto: imago/Eibner)

Attacke gegen Rechtspopulisten: Kanzlerin kanzelt AfD ab

Die AfD fischt auch im Wählerbecken der CDU, das gefällt der Bundeskanzlerin gar nicht. Angela Merkel attackiert die Rechtspopulisten nun kurz vor den kommenden Landtagswahlen scharf.

Eine Woche vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die rechtspopulistische AfD scharf angegriffen. "Die AfD ist eine Partei, die die Gesellschaft nicht zusammenführt und keine geeigneten Lösungen für die Probleme anbietet, sondern Vorurteile schürt und spaltet", sagte die CDU-Chefin der "Bild am Sonntag".

Zugleich sprach sich Merkel für eine öffentliche Auseinandersetzung mit Vertretern der AfD aus. Dies müsse man tun mit einer argumentativ klaren Abgrenzung der Positionen und mit einer Politik, die die Probleme tatsächlich nachhaltig löse.

Derweil wirft Bundesjustizminister Heiko Maas der AfD vor, das gesellschaftliche Klima in Deutschland zu vergiften. "Wer in immer schrillere fremdenfeindliche Töne verfällt, betreibt rhetorische Brandstiftung", sagte der SPD-Politiker. Wer an der Grenze auf Flüchtlinge, auf Männer, Frauen und Kinder schießen lassen wolle, vertrete menschenfeindliche Positionen. "Und wer US-Präsident Obama als "Quotenneger" beschimpft, vertritt rassistische Ansichten." Über den richtigen Weg in der Flüchtlingskrise sollte diskutiert, Sorgen und Ängste offen angesprochen werden, äußerte Maas weiter. "Aber die dumpfen Parolen müssen wir entlarven."

AfD-Äußerungen zur Flüchtlingspolitik wie etwa zu einem möglichen Schusswaffengebrauch bei illegalen Grenzübertritten hatten eine Debatte über den Umgang mit der Partei ausgelöst. Umfragen zufolge kann die AfD bei den drei Landtagswahlen am 13. März mit dem Einzug in die Parlamente rechnen.

Quelle: n-tv.de

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