Politik

Personenkult bis nach dem TodKim Jong Il wird dauerhaft

12.01.2012, 09:45 Uhr
2012-01-10T083815Z-01-PYO02-RTRMDNP-3-KOREA-NORTH-JPG5556765664740491023
Blick auf den Kumsusan-Gedächtnispalast in Pjöngjang. (Foto: REUTERS)

Für den Sohn des "ewigen Präsidenten", den erst kürzlich verstorbenen "ewigen Führer der Partei", sollen "Türme der Unsterblichkeit" errichtet werden. Darauf einigt sich das Politbüro der nordkoreanischen kommunistischen Partei. Zudem wird der Leichnam Kims im Kumsusan-Gedächtnispalast dauerhaft ausgestellt.

Nordkorea will den Leichnam des früheren Machthabers dauerhaft in einem Mausoleum ausstellen. Das kündigte die herrschende Arbeiterpartei zwei Wochen nach den Beisetzungsfeierlichkeiten für Kim an. Kim werde im Kumsusan-Gedächtnispalast in Pjöngjang aufgebahrt. In dem Palast liegt bereits der einbalsamierte Leichnam von Kims Vater, des als "ewiger Präsident" verehrten Kim Il Sung, in einem Glassarg ausgestellt.

2012-01-08T093823Z-01-SIN109-RTRMDNP-3-KOREA-NORTH-JPG196768424941085120
Der "große Nachfolger" Kim Jong Un präsentiert sich wie seine Vorfahren gerne mit einer Waffe. (Foto: Reuters)

Zudem würde eine Bronzestatue sowie landesweit Porträts mit einem lächelnden Kim Jong Il und "Türme zu seiner Unsterblichkeit" errichtet, hieß es. Kims Geburtstag am 16. Februar soll laut Beschluss des Politbüros der Partei zum "Tag des strahlenden Sterns" ausgerufen werden. Die Maßnahmen spiegelten "den einstimmigen Wunsch und inständige Bitte aller Parteimitglieder, Militärangehörigen und der Bevölkerung wider, Kim Jong Il als ewigen Führer der Partei hoch zu achten".

Kim hatte nicht nur die Macht in dem kommunistischen Staat von seinem 1994 gestorbenen Vater, sondern auch einen bizarren Personenkult übernommen. Der Kumsusan-Palast, der der frühere Amtssitz Kim Il Sungs war, wurde für viel Geld in ein Mausoleum zu Ehren des früheren Diktators umgebaut. Sein Sohn Kim Jong Il war nach offizieller Darstellung am 17. Dezember im Alter von 69 Jahren infolge eines Herzinfarkts gestorben. Dessen Sohn , der erst Ende zwanzig sein soll, wurde Ende Dezember zum neuen Machthaber ausgerufen.

Quelle: dpa