Politik
Fritz Kuhn macht den Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin Freude.
Fritz Kuhn macht den Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin Freude.(Foto: dpa)

Forsa-Umfrage: Kuhn schickt Grüne auf Höhenflug

Der Sieg des grünen Kandidaten Fritz Kuhn bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart hat offenbar auch bundesweite Auswirkungen. In der neuen Forsa-Umfrage für RTL und "Stern" gewinnt die Partei massiv hinzu. Die Herausforderung durch den SPD-Mann Peer Steinbrück kann Kanzlerin Angela Merkel indessen ziemlich gelassen sehen.

Die Grünen erleben ein Stimmungshoch, wie es ihn seit März nicht mehr gegeben hat. Die gewonnene Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart scheint auch auf Bundesebene einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. In der Forsa-Umfrage für RTL und "Stern" landet die Ökopartei bei 15 Prozent Zustimmung. Das bedeutet einen Sprung um 3 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche.

Ansonsten gibt es wenig Bewegung in der Sonntagsfrage. Die möglichen Wähler holen sich die Grünen bei der SPD, der Linken und den sonstigen Parteien. So landen die Sozialdemokraten bei 26 Prozent - das bedeutet einen Verlust um 1 Prozentpunkt - und dümpeln damit wieder auf dem Niveau vor der Nominierung Peer Steinbrücks. Die Linke muss den guten Zustimmungswert der Vorwoche - die Partei lag bei 9 Prozent - wieder herschenken und kommt auf 8 Prozent.

Merkel vergrößert Abstand zu Steinbrück

Unverändert schwach sind die Liberalen. Wären am Sonntag Wahlen, dann scheiterte die FDP mit 3 Prozent erneut kläglich an der Fünf-Prozent-Hürde. Für Schwarz-Gelb wäre es damit vorbei. Da helfen auch die 38 Prozent der Union nicht weiter. Nur noch ein Schatten glorreicherer Tage sind die Piraten. Interne Querelen lassen die Politrebellen zuletzt in einem schlechten Licht erscheinen. Die Partei verharrt in der Forsa-Umfrage bei 5 Prozent.

In der Frage nach der geeignetsten Person für die Kanzlerschaft kann indessen Amtsinhaberin Angela Merkel ihren Vorsprung auf Herausforderer Peer Steinbrück ausbauen. Die anhaltende Debatte um seine Nebeneinkünfte scheint dem SPD-Kandidaten zu schaden. Wäre eine Direktwahl möglich, votierten lediglich 28 Prozent für ihn. Bei Angela Merkel machten 49 Prozent ihr Kreuzchen. Damit liegen nun wieder 21 Prozentpunkte zwischen den Kontrahenten – kurz nach seiner Nominierung hatte Steinbrück den Abstand kurzzeitig auf 11 Punkte reduziert gehabt.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen