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IS-Kämpfer zeigen sich in einem von der kurdischen YPG erbeuteten Fahrzeug. Das Foto postete eine Gruppe des IS im Internet.
IS-Kämpfer zeigen sich in einem von der kurdischen YPG erbeuteten Fahrzeug. Das Foto postete eine Gruppe des IS im Internet.(Foto: AP)

Zäher Kampf in Nordsyrien: Kurden kappen IS-Versorgungsroute

Die kurdische Volksverteidigung bringt dem IS im Nordosten Syriens eine neue Schlappe bei. Damit hat eine seit Tagen laufende Großoffensive Erfolg. Unklar ist aber das Schicksal von 150 entführten Christen, die die Dschihadisten entführt haben.

Kurdische Kämpfer haben ihre Großoffensive gegen die IS-Miliz im Nordosten Syriens vorangetrieben und eine wichtige Versorgungslinie der Extremisten an der Grenze zum Irak gekappt. Seit Samstag hätten die Peschmerga 70 Dörfer in der Provinz Hassaka erobert, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte aus London mit. Mehr als 130 Kämpfer des Islamischen Staates (IS) seien getötet worden.

Ein Vertreter der Kurdenmiliz YPG sagte, seine Kämpfer hätten die Straße zwischen Tel Hamis und Al-Hul nahe der Grenze zum Irak unter ihre Kontrolle gebracht. "Das ist die Hauptarterie für Daesch", sagte der Kommandeur unter Verwendung des arabischen Akronyms des IS. "Wir glauben, dass wir die Schlacht von Tel Hamis mit diesem Vorstoß beenden können."

Die Kurden hatten ihre Offensive in Hassaka am Wochenende begonnen. Unterstützt werden sie von der US-Luftwaffe. Der Nordosten Syriens ist im Kampf gegen den IS von strategischer Bedeutung, weil die Region an irakisches Territorium grenzt, das die Extremisten ebenfalls kontrollieren.

In mehreren Dörfern in Hassaka haben IS-Kämpfer nach Angaben des Syriac Nationalrates 150 assyrische Christen verschleppt. Hunderte weitere Christen seien in die größten Städte der Provinz geflohen. Auch Christen haben sich inzwischen dem Kampf gegen den IS an der Seite der kurdischen YPG angeschlossen. Die Kurden-Miliz hatte im Januar in einem erbitterten Kampf den IS aus Kobane vertrieben. Die Stadt an der syrisch-türkischen Grenze ist praktisch völlig zerstört.

Quelle: n-tv.de

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