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Lettland möchte in diesem Jahr noch einen 24 Kilometer langen Zaun errichten, der in den nächsten Jahren auf 92 Kilometer verlängert werden soll.
Lettland möchte in diesem Jahr noch einen 24 Kilometer langen Zaun errichten, der in den nächsten Jahren auf 92 Kilometer verlängert werden soll.(Foto: imago/EST&OST)

Sicherung der EU-Außengrenze: Lettland baut Zaun zu Russland

Um einen Flüchtlingszustrom zu verhindern, zieht nun auch Lettland einen Zaun hoch. Damit ist ein weiteres Land bemüht, Migranten den Weg zu versperren. Denn nach Schließung der Balkanroute könnten diese nach neuen Strecken suchen.

Lettland hat mit dem Bau eines Zauns an seiner Grenze zu Russland begonnen. Nach einem Bericht der Zeitung "Neatkariga Rita Avize" wurde nahe der Kleinstadt Ludza ein drei Kilometer langer Abschnitt fertiggestellt.

Mit dem 2,7 Meter hohen Stacheldrahtzaun solle die illegale Einwanderung an der östlichen EU-Außengrenze eingeschränkt werden, sagte eine Grenzschutzsprecherin. Zur besseren Sicherung der Grenze soll dem Bericht zufolge in diesem Jahr ein 24 Kilometer langer Zaun errichtet werden, der in den kommenden Jahren auf 92 Kilometer verlängert wird. Lettlands Ostgrenze zu Russland ist insgesamt 276 Kilometer lang.

Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass Russland und Finnland keine Flüchtlinge mehr über ihre arktischen Grenzübergänge lassen wollen. Die Präsidenten beider Länder, Wladimir Putin und Sauli Niinistö, hatten sich bei einem Treffen darauf geeinigt, dass die Übergänge Salla und Lotta-Raja-Jooseppi nur noch von Finnen, Russen und Weißrussen überquert werden dürfen. Die Einigung soll zunächst 180 Tage gelten.

Die Regierung in Helsinki hatte sich besorgt gezeigt, dass immer mehr Flüchtlinge über Finnland in die EU gelangen könnten, nachdem etwa die Balkan-Route praktisch geschlossen ist. Finnlands 1340 Kilometer lange Grenze mit Russland markiert eine der Außengrenzen des Schengen-Raums, in dem freier Personenverkehr ohne Grenzkontrollen möglich ist.

Als Reaktion auf die geschlossene Balkanroute hatte zuvor Österreich angekündigt, seine Grenzsicherung weiter auszubauen. Davor hatte Österreich angekündigt, seine Grenzsicherung auszubauen. Neben Spielfeld stünden Kontrollen in zwölf weiteren Orten im Fokus - "optional mit Zäunen, Gittern, Containern und Überprüfungen durch Polizisten und Soldaten", hatte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner gesagt.

Quelle: n-tv.de

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