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Syrische Regierungstruppen haben die letzte IS-Hochburg in der Provinz Homs erobert.
Syrische Regierungstruppen haben die letzte IS-Hochburg in der Provinz Homs erobert.(Foto: REUTERS)
Sonntag, 06. August 2017

Assad-Truppen erobern Al-Suchna: Letzte IS-Hochburg in Provinz Homs fällt

Vor drei Jahren ruft die Extremistenmiliz IS ein Kalifat aus, das unter anderem weite Teile Syriens umfasst. Inzwischen befinden sich die Islamisten in der Defensive. Nun gelingt es der syrischen Armee, die letzte IS-Hochburg in der Provinz Homs zurückzuerobern.

Die Islamisten-Miliz IS verliert im syrischen Bürgerkrieg weiter an Boden. Regierungstruppen und ihre Verbündeten eroberten mit Al-Suchna die letzte große Stadt in der östlichen Provinz Homs, die noch von den Extremisten gehalten worden war, wie die der Opposition nahestehende Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte mitteilte. Die Armee von Präsident Baschar al-Assad wird auch vom russischen Militär unterstützt.

Die Hisbollah-Miliz aus dem benachbarten Libanon, die an der Seite der Armee kämpft, sprach von erheblichen Fortschritten in Al-Suchna. Die Stadt liegt rund 50 Kilometer nordöstlich der Oasenstadt Palmyra sowie ebenfalls 50 Kilometer vor der Grenze zur Provinz Deir al-Sor, die noch fast vollständig unter Kontrolle der IS-Extremisten ist.

In anderen Gebieten drängt das von den USA unterstützte Rebellenbündnis SDF, dem kurdische und arabische Kämpfer angehören, die Islamisten zurück. Derzeit konzentriert es sich auf die Eroberung der IS-Hochburg Rakka in Nord-Syrien. Seit Beginn der Großoffensive Anfang Juni soll fast die Hälfte der Stadt erobert worden sein, die der IS faktisch als ihre Hauptstadt in Syrien auserkoren hatte. In Rakka sind nach US-Angaben etwa 2000 IS-Kämpfer eingeschlossen.

Der IS hatte einst weite Teile Syriens und des benachbarten Irak unter seiner Kontrolle und dort 2014 ein Kalifat ausgerufen. Nun habe die Extremistenmiliz bereits 70.000 Quadratkilometer dieses Gebiets wieder verloren, sagte der US-Sonderbeauftragte für die Anti-IS-Koalition, Brett McGurk. Dies seien knapp 80 Prozent ihres einstigen Territoriums im Irak und 60 Prozent in Syrien.

Quelle: n-tv.de

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