Politik
Klaus Ernst, Chef der Linkspartei.
Klaus Ernst, Chef der Linkspartei.(Foto: picture alliance / dpa)

"Koalition reißt den Euro mit": Linke wittert böses Pleite-Spiel

Die CSU denkt an einen Rausschmiss Griechenlands aus der Euro-Zone, die FDP an die geordnete Insolvenz. Für die Linke eine bewusste Strategie. Partei-Chef Ernst wirft bei n-tv.de der Regierung vor, die Pleite Griechenlands gezielt herbeizureden.

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Klaus Ernst, Parteichef der Linken, hat bei n-tv.de der Regierung hinsichtlich der Griechenland-Rettung ein abgekartetes Spiel vorgeworfen. "Jede aus der Bundesregierung lancierte Spekulation über eine Pleite Griechenlands oder einen Ausschluss aus dem Euro bringt das Land einen Schritt näher an den Abgrund", sagte Ernst. Das nähre einen schlimmen Verdacht. Weil die eigene Mehrheit für den Eurorettungsschirm bröckele, solle noch vor der Schlussabstimmung im Bundestag eine schnelle Pleite Griechenlands herbei geredet werden. "Schwarz-Gelb ist am Ende und reißt den Euro mit", so Ernst.

Das Problem sei der Eurorettungsschirm. "Der Konstruktionsfehler ist, dass die Banken geschont werden. Das Euro-Paket wird über kurz oder lang zu Sozial- und Rentenkürzungen in Deutschland führen."  Die Linke sage Nein dazu. "Ich bin dafür, dass die Koalition die Abstimmung im Bundestag freigibt. Die Frage, ob man die Steuereinnahmen des ganzen Jahres an eine Handvoll Banken verpfändet, muss jeder Abgeordnete mit seinem Gewissen ausmachen."

FDP-Chef Philipp Rösler hatte die Möglichkeit einer Staatspleite Griechenlands stark ins Gespräch gebracht. CSU-Chef Horst Seehofer erwägt sogar einen Ausschluss des Landes aus der Euro-Zone. Parallel kämpft Bundeskanzlerin Angela Merkel aber für eine eigene Mehrheit bei der Abstimmung zum Rettungsschirm für den Schulden-Staat.

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Quelle: n-tv.de

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