Politik
Lockere Atmosphäre, harte Ansage: Mattis (r.) mit Nato-Generalsekretär Stoltenberg und dem griechischen Verteidigungsminister Kammenos.
Lockere Atmosphäre, harte Ansage: Mattis (r.) mit Nato-Generalsekretär Stoltenberg und dem griechischen Verteidigungsminister Kammenos.(Foto: AP)
Mittwoch, 15. Februar 2017

Mehr Geld für Militär gefordert: Mattis droht Nato-Verbündeten in Brüssel

Donald Trump, der die Nato unter anderem als "obsolet" bezeichnet hatte, sorgt für Unruhe im Bündnis. Von seinem Verteidigungsminister hatten sich die Partner ein klares Bekenntnis zur Allianz erhofft. Doch James Mattis stellt erst einmal Forderungen.

US-Verteidigungsminister James Mattis hat mit einem geringeren Engagement seines Landes für die Nato gedroht, falls die Verbündeten nicht ihre Militärausgaben erhöhen. Die Steuerzahler in den USA könnten "nicht weiter einen überproportionalen Anteil an der Verteidigung westlicher Werte tragen", sagte Mattis bei einem Nato-Ministertreffen in Brüssel.

An seine Kollegen gewandt sagte Mattis: "Wenn Ihre Länder nicht erleben wollen, dass die USA ihr Engagement für dieses Bündnis verringern, muss jede Ihrer Hauptstädte Unterstützung für unsere gemeinsame Verteidigung demonstrieren."

US-Präsident Donald Trump hatte kurz vor seinem Amtsantritt die Nato als "obsolet" bezeichnet, ein zu geringes finanzielles Engagement der Europäer sowie zu wenig Einsatz des Bündnisses im Kampf gegen Terrorismus kritisiert. Mattis hatte allerdings auch wiederholt seine Wertschätzung für das Bündnis betont und zum Auftakt seines Besuchs im Brüsseler Nato-Hauptquartier gesagt, der US-Präsident habe "starke Unterstützung" für die Nato geäußert.

Die Forderung, dass die Nato-Partner ihre Militärausgaben erhöhen, wurde auch schon von früheren US-Regierungen erhoben - allerdings mit weniger Nachdruck als es nun unter der Regierung Trump der Fall ist. Dass die Nato zu einer faireren Lastenteilung finden muss, wird auch von anderen Mitgliedstaaten des Bündnisses nicht bestritten. Auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen äußerte dafür Unterstützung.

Quelle: n-tv.de

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