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Es könnte auch noch ein bisschen höher gehen: Bundeskanzlerin Angela Merkel, scheinbar unangefochten.
Es könnte auch noch ein bisschen höher gehen: Bundeskanzlerin Angela Merkel, scheinbar unangefochten.(Foto: dapd)

Stellungsduell der politischen Lager: Merkel baut Vorsprung aus

Bundeskanzlerin Merkel steigt weiter in der Wählergunst. Bei einer Direktwahl könnte sie mit 58 Prozent der Stimmen rechnen - ein Wert, von dem SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück nur träumen kann. Ansonsten gäbe es laut "Stern-RTL-Wahltrend" bei einer Bundestagswahl jetzt ein Patt der Union mit dem rot-grünen Lager.

Angela Merkel ist auf dem Weg zurück zu ihrem Bestwert, im "Stern"-RTL-Wahltrend legt die Bundeskanzlerin das zweite Mal in Folge um einen Prozentpunkt zu. Bei einer Direktwahl eines deutschen Regierungschefs würden sich 58 Prozent der Stimmberechtigten für die CDU-Politikerin entscheiden. Nur 20 Prozent würden SPD-Kandidat Peer Steinbrück wählen, genauso viele wie in der Vorwoche.

Der bisherige Bestwert von Kanzlerin Merkel liegt bei 59 Prozent. 2012 lag die Zustimmung noch bei rund 50 Prozent, Anfang des Jahres machte sie dann einen Sprung nach oben. Gegenspieler Steinbrück rutschte im selben Zeitraum zeitweise sogar unter ein Fünftel der Wählerstimmen.

Bei einer Bundestagswahl würde die SPD im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt einbüßen, während die Grünen einen Prozentpunkt gewinnen würden. Die Werte der anderen Parteien bleiben unverändert. Mit 40 Prozent liegt die Union damit 16 Prozentpunkte vor der SPD und gleichauf mit dem rot-grünen Lager, das zusammen ebenfalls auf 40 Prozent kommt.

FDP dümpelt bei 4 Prozent

Grund zur Freude hat die Opposition nicht: Zwar bleibt die FDP weiterhin unter der Fünf-Prozent-Hürde, doch sollte der Koalitionspartner der Union von derzeit 4 nur einen Prozentpunkt zulegen, käme das bürgerliche Lager auf 45 Prozent. Sollten sich Grüne und Union auf eine Zusammenarbeit einigen, gäbe es mit 56 Prozent eine absolute Mehrheit. Beide Parteien werden allerdings nicht müde zu betonen, dass sie ein solches Bündnis nicht wollen.

Die Linke bleibt bei 8 Prozent Zustimmung, den Piraten würden weiterhin 3 Prozent der Wähler ihre Zweitstimme geben. Auf sonstige Parteien entfallen 5 Prozent.

Der Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland", die möglicherweise zur Bundestagswahl antreten will, gibt Forsa-Chef Manfred Güllner kaum Chancen. Dem "Stern" erklärte er, aktuell sagten zwar 23 Prozent der Deutschen, sie könnten sich vorstellen, eine solche Partei zu wählen. Doch dies sei nur ein Indikator für die in der Bevölkerung vorhandene allgemeine Unzufriedenheit.

"Sollte die Partei tatsächlich antreten, wird sie meiner Einschätzung nach lediglich ein Ergebnis erzielen wie einst die Initiative Pro DM. Die machte auch gegen den Euro mobil und trat bei der Bundestagswahl 1998 an. Sie holte damals knapp 0,9 Prozent der Stimmen und ist längst Geschichte", sagte Güllner.

Quelle: n-tv.de

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