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Sie können schon wieder lachen: Grillo, Steinbrück und Berlusconi.
Sie können schon wieder lachen: Grillo, Steinbrück und Berlusconi.(Foto: dpa)

Union stabilisiert sich, Piraten hoffen: Steinbrücks "Clowns" ohne Folgen

Die "Clowns"-Attacke von Peer Steinbrück gegen Italiens Polit-Elite fügt dem SPD-Kanzlerkandidaten keinen Schaden zu. Genutzt hat sie ihm laut aktuellem "Stern-RTL-Wahltrend" aber auch nicht. Die Piraten können etwas zulegen, bleiben jedoch weit entfernt vom Einzug ins Parlament.

Seit Mitte Dezember liegt die CDU mit Kanzlerin Merkel in den Forsa-Umfragen konstant über 40 Prozent.
Seit Mitte Dezember liegt die CDU mit Kanzlerin Merkel in den Forsa-Umfragen konstant über 40 Prozent.(Foto: AP/dpa)

Die Union kann sich nach dem Rückschlag in der vergangenen Woche laut der jüngsten Forsa-Umfrage stabilisieren, und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nimmt nach seiner "Clown"-Äußerung keinen Schaden - kann aber auch keinen Gewinn daraus ziehen. Im Großen und Ganzen sieht der "Stern-RTL-Wahltrend" diesmal kaum Bewegung in der deutschen Parteienlandschaft.

Steinbrück hatte zwei der italienischen Wahlgewinner, Beppe Grillo und Silvio Berlusconi als "Clowns" bezeichnet. Staatspräsident Giorgio Napolitano sagte daraufhin ein Treffen mit Steinbrück ab. Die "Clown"-Äußerung fiel in den Befragungszeitraum der Forsa-Umfrage.

CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel genießt im Vergleich zu ihrem Herausforderer Steinbrück noch immer das größere Vertrauen und kann dies sogar noch um einen Prozentpunkt ausbauen. Für Merkel würden sich 57 Prozent der Wähler entscheiden, für Steinbrück nur 20, wobei auch der SPD-Kanzlerkandidat 1 Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche zulegt.

Nach der Forsa-Umfrage kommt die Union wie in der Vorwoche auf 40 Prozent. Ihr Koalitionspartner FDP bleibt bei 4 Prozent und käme weiterhin nicht in den Bundestag, wenn am Sonntag Wahl wäre. Die SPD bleibt bei 25 Prozent, die Grünen verlieren einen Punkt und stehen bei 15 Prozent. Rot-Grün hat mit 40 Prozent nun wieder 4 Prozentpunkte Abstand zur schwarz-gelben Koalition, die unter dieser Voraussetzung allerdings nicht zustande käme. Eine Mehrheit haben beide Lager weiterhin nicht. Klare Mehrheiten gäbe es für eine große Koalition und schwarz-grün.

Die Piratenpartei ist laut dem "Stern-RTL-Wahltrend" der Gewinner der Woche - allerdings auf niedrigstem Niveau. Die Partei legt von 2 auf 3 Prozent zu und erreicht damit einen statistischen Stimmenzuwachs von 50 Prozent. Die Linkspartei liegt derzeit bei 8 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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