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Angela Merkel sagte, sie finde die Vorfälle in Köln "persönlich unerträglich".
Angela Merkel sagte, sie finde die Vorfälle in Köln "persönlich unerträglich".(Foto: REUTERS)

Reaktion auf Attacke in Köln: Merkel erwägt schnellere Abschiebungen

Die massiven sexuellen Übergriffe auf Frauen in Köln schocken Deutschland. Die Täter sollen größtenteils nordafrikanischer oder arabischer Herkunft gewesen sein. Jetzt meldet sich die Kanzlerin zu Wort. Auch sie erwägt nun schnellere Abschiebungen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln weitreichende Konsequenzen für nötig. Der Frauenverachtung, die sich dort gezeigt habe, müsse mit aller Entschiedenheit hart entgegengetreten werden, sagte Merkel. Man müsse prüfen, ob bei Abschiebungen von Straftätern schon alles getan wurde, "um klare Zeichen zu setzen", so die Kanzlerin am Rande des Zusammentreffens mit dem Ministerpräsidenten Rumäniens, Dacian Ciolos.

"Wir müssen über die Grundlagen unseres Zusammenlebens immer wieder sprechen", betonte die CDU-Vorsitzende. Sie glaube nicht, dass es sich in Köln um Einzelfälle handele. Wenn nötig, müsse auch über eine höhere Polizeipräsenz und rechtliche Änderungen diskutiert werden. Merkel betonte, was in Köln geschehen sei, sei auch für sie persönlich "unerträglich". Es sei gut, dass es sehr viele Anzeigen gebe, und die Polizei müsse all diesen Dingen nachgehen. Und auch die Politik habe die Pflicht, Antworten auf den Vorfall zu geben.

In der Silvesternacht waren am Kölner Hauptbahnhof zahlreiche Frauen von einer Gruppe aus mehr als 1000 Menschen bestohlen und massiv sexuell belästigt worden. Bisher sind bei der Polizei deshalb über 120 Anzeigen eingegangen, die bislang 16 Tatverdächtige ermittelt hat. Augenzeugen und Opfer hatten nach den Übergriffen ausgesagt, die Täter seien dem Aussehen nach größtenteils nordafrikanischer oder arabischer Herkunft. Auch in Hamburg und Stuttgart war es zu Übergriffen gekommen.

Quelle: n-tv.de

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