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Gabriel kann in Umfragen nicht punkten.
Gabriel kann in Umfragen nicht punkten.(Foto: AP)

Stern-RTL-Wahltrend: Merkel lässt Gabriel weit hinter sich

Für SPD-Chef Gabriel sind es bittere Tage. Die jüngste Forsa-Umfrage zeigt: Selbst viele SPD-Anhänger würden eher CDU-Chefin Merkel als ihn zum Kanzler wählen. Bei den Parteien verliert die AfD in der Umfrage einen Punkt.

Trotz der Flüchtlingskrise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel noch immer starken Rückhalt - wesentlich mehr zumindest als SPD-Chef Sigmar Gabriel. Laut aktuellem Stern-RTL-Wahltrend des Meinungsforschungsinstituts Forsa würden 48 Prozent der Deutschen für sie als Kanzlerin stimmen, für Gabriel wären es gerade mal 14 Prozent.

Besonders groß ist Merkels Rückhalt nach wie vor bei den Anhängern ihrer eigenen Partei: Dort liegt er bei 87, bei CSU-Anhängern bei 49 Prozent - das sind ein, beziehungsweise zwei Punkte weniger als noch vor einer Woche. Auch die Wähler der Grünen halten Merkel offenbar für die bessere Kanzlerin. 54 Prozent von ihnen würden sich für die CDU-Chefin, 17 Prozent für Gabriel entscheiden. Auch Gabriels Rückhalt in seiner eigenen Partei ist schwach: Nur 40 Prozent der SPD-Anhänger würden für ihn stimmen, 37 Prozent dagegen für die derzeitige Kanzlerin.

Was die Wahrnehmung der politischen Kompetenz betrifft, steigen die Werte der Union um einen Punkt. Damit trauen 25 Prozent CDU und CSU zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. Das Vertrauen in die SPD sinkt um einen Punkt und liegt nun bei 7 Prozent. 9 Prozent setzen auf andere Parteien. Der weitaus größte Teil der Befragten allerdings traut keiner Partei politische Kompetenz zu: 59 Prozent.

Union verharrt bei 35 Prozent

Im Vergleich zur Vorwoche ändern sich in der Frage nach der Parteipräferenz die Werte für die ebablierten Parteien nicht. CDU und CSU verharren bei 35 Prozent; die SPD bleibt bei 24 Prozent. Linke und Grüne bleiben bei zehn Prozent, die FDP bei sechs Prozent. Damit kämen die Liberalen zum dritten Mal in Folge über die Fünf-Prozent-Hürde.  Lediglich die AfD verliert im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und kommt auf 9 Prozent, während die kleinen Splitterparteien von 5 auf 6 Prozent zulegen. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt der Umfrage zufolge 34 Prozent.

Mit einem solchen Wahlergebnis wäre rechnerisch und politisch nur die Fortsetzung der Großen Koalition möglich. Keine Mehrheit gäbe es für eine schwarz-gelbe Bundesregierung oder Rot-Rot-Grün.

Für den Stern-RTL-Wahltrend wurden vom 22. bis zum 26. Februar 2503 Personen befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Punkten.

Quelle: n-tv.de

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