Politik
Der Mann überlebte leicht verletzt.
Der Mann überlebte leicht verletzt.(Foto: REUTERS)

Die Verzweiflung in Idomeni wächst: Migrant zündet sich aus Protest selbst an

Im Flüchtlingslager in Idomeni übergießt sich ein Migrant mit Benzin und zündet sich selbst an. Noch rechtzeitig können andere Flüchtlinge die Flammen löschen. Bereits vergangene Woche wollte sich ein Mann anzünden.

Nach dem Versuch, sich mittels Benzin selbst zu verbrennen, ist ein Migrant aus dem griechischen Flüchtlingslager Idomeni mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Der Mann, dessen Nationalität nicht öffentlich gemacht wurde, habe sich in dem Camp an der Grenze zu Mazedonien mit Benzin übergossen und angezündet, hieß es aus Polizeikreisen. Er sei leicht verletzt und werde im nahen Kilkis behandelt.

Andere Migranten eilten dem Mann vor seinem Zelt sofort zu Hilfe, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP aus Idomeni berichtete. Danach wurde er im Krankenwagen nach Kilkis in die Klinik gebracht. Bereits am Montag hatte sich in Idomeni nach Angaben aus Polizeikreisen ein Mann mit Benzin übergießen und anzünden wollen, wovon ihn andere Bewohner des Lagers aber abgehalten hätten.

In Idomeni sitzen weiterhin etwa 13.000 Migranten fest, die nach Mazedonien ausreisen wollen, um von dort weiter nach Nordeuropa zu gelangen. Die sogenannte Balkanroute ist für sie aber bereits seit Tagen weitgehend dicht. In Griechenland angekommene Migranten sollen nun in die Türkei zurückgebracht werden. Von dort will die Europäische Union dann die gleiche Zahl von Flüchtlingen geordnet aufnehmen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen