Politik
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Montag, 25. September 2017

"Nukleares Desaster" verhindern: Nordkorea will Anti-US-Koalition schmieden

Trotz verbaler Attacken und Atomtests ist Nordkorea gegen die übermächtigen USA langfristig wohl chancenlos. Das weiß auch Kim Jong Un und verschickt Briefe um die Welt, in denen er um Verbündete wirbt.

Im Streit zwischen Pjöngjang und Washington über das nordkoreanische Atomprogramm hat Nordkorea einen offenen Brief an ausländische Parlamente versandt, in dem es offen für eine Front gegen die USA wirbt. In dem Schreiben plädiert der parlamentarische Ausschuss für diplomatische Angelegenheiten für ein gemeinsames Vorgehen gegen die USA. Zudem verurteilt er US-Präsident Trump und dessen Drohung einer Zerstörung Nordkoreas. Diese wird als eine "unerträgliche Beleidigung" bezeichnet, wie die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA und die südkoreanische Agentur Yonhap berichteten.

Allerdings gibt KCNA nicht an, welche Länder das am Sonntag versandte Schreiben erhielten. Das Zentralkomitee der Arbeiterpartei appelliert darin an ausländische Parteien, die Politik der USA zu vereiteln und die Welt so vor einem "nuklearen Desaster" zu bewahren.

Der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA über die Raketen- und Nukleartests von Pjöngjang hatte sich zuletzt bei der UN-Vollversammlung in der vergangenen Woche weiter zugespitzt. Nordkorea reagierte prompt und bezeichnete Trumps Drohungen als "Hundegekläff" eines "dementen US-Greises". Am Samstag schickten die USA dann mehrere B-1B-Bomber aus Guam und Kampfjets in den internationalen Luftraum östlich von Nordkorea.

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Quelle: n-tv.de

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