Politik
Die Union kann den Parteitag in Hannover beruhigt angehen. Nach der Forsa-Sonntagsfrage ist die Union stärkste Kraft. Bangen um den Einzug ins Parlament müssen die Piraten und die FDP.
Die Union kann den Parteitag in Hannover beruhigt angehen. Nach der Forsa-Sonntagsfrage ist die Union stärkste Kraft. Bangen um den Einzug ins Parlament müssen die Piraten und die FDP.(Foto: picture alliance / dpa)

Forsa-Sonntagsfrage: Nur Vier-Parteien-Parlament?

Die Piraten und die Liberalen bleiben im Umfragekeller. Die Fünf-Prozenthürde schaffen beide nicht. Auch die Linken steuern den Sinkflug an. Sie verlieren einen Prozentpunkt und fallen auf 7 Prozent. Unangetastet an der Spitze bleibt die Union.

Den Weg aus dem Umfragetief haben die Liberalen und die Piraten noch immer nicht gefunden. Beide liegen zurzeit in der Wählergunst bei vier Prozent. Das geht aus der aktuellen Forsa-Sonntagsfrage im Auftrag von RTL und "Stern" hervor. Die Debatte um den vom liberal geführten Wirtschaftsministerium entschärften Armutsbericht hat der FDP aber offenbar nicht weiter geschadet.

Haben sich die Piraten um die Punkte diskutiert?
Haben sich die Piraten um die Punkte diskutiert?(Foto: dapd)

Die Piraten bleiben weit entfernt von ihrem Umfragehöhenflug von 12 Prozent im Mai 2012. Der Parteitag in Bochum, bei dem unter anderem die Erforschung von Zeitreisen und ein sozialliberales Wirtschaftsprogramm beschlossen wurden, hat der jungen Partei offenbar keine weiteren Sympathiepunkte gebracht. Einen Punktverlust muss die Linke hinnehmen. Nach fünf stabilen Wochen bei 8 Prozent fallen sie auf 7 Prozent zurück.

Union beliebteste Partei

Die Union ist unumstritten die beliebteste Partei bei den Wählern - auch wenn sie in den vergangenen Wochen den Verlust einige Bürgermeisterposten wie in Karlsruhe und in Stuttgart verkraften musste. 37 Prozent der Wähler würden derzeit für die Union stimmen. Damit hält sie ihren Pluspunkt aus der Vorwoche. Ihren Vorsprung haben die Christdemokraten aber auch nicht ausbauen können.

Die Sozialdemokraten kleben auf ihren angestammten 26 Prozent der Wählerstimmen - seit sechs Wochen unverändert. Allerdings können sie Erfolge bei Bürgermeisterwahlen verbuchen - zuletzt haben die Sozialdemokraten in Karlsruhe eine Unionshochburg erobert.

Ein Pluspunkt für Steinbrück

Die Gerüchte um eine mögliche schwarz-grüne Regierungskoalition haben die Grünen-Wähler nicht verschreckt. Sie bleiben in der dritten Woche in Folge bei 16 Prozent - das sind knapp 6 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Bundestagswahl 2009.

Schwarz-grün hat mit 54 Prozent eine komfortable Mehrheit. Rot-grün liegt mit 42 Prozent knapp vor schwarz-gelb mit 41 Prozent. Anders stimmen die Wähler bei der Kanzlerfrage ab: Im Direktduell dominiert Angela Merkel mit 50 Prozent. Sie verliert zwar einen Prozentpunkt an SPD-Kandidat Steinbrück (26 Prozent), doch mit 24 Prozentpunkten Abstand ist sie unangefochten die beliebteste Kandidatin.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen