Politik
Obama hält es möglich, die Entwicklungsziele zu erreichen.
Obama hält es möglich, die Entwicklungsziele zu erreichen.(Foto: REUTERS)

Kampf gegen Armut und Hunger: Obama verspricht persönliches Engagement

Die UN-Staaten wollen in den nächsten 15 Jahren extreme Armut und Hunger beseitigen. Obama verpflichtet sein Land, diese Ziele zu erreichen. Dafür will er sich auch nach seiner Amtszeit einsetzen. Für alle, die da nicht mitziehen wollen, findet er scharfe Worte.

Die USA verpflichten sich nach Worten von US-Präsident Barack Obama, auch weiter das Land mit der größten Entwicklungshilfe zu bleiben. "Dabei geht es nicht um Almosen, sondern um eine der klügsten Investitionen in unsere eigene Zukunft. Ich bin davon überzeugt, dass viele Konflikte, Flüchtlingskrisen und Invasionen hätten verhindert werden können, wenn die Staaten mehr in ihre Kinder investiert hätten", sagte Obama am Sonntagabend beim UN-Nachhaltigkeitsgipfel in New York.

Obama versprach, dass er sich auch nach seiner Zeit als Präsident aktiv für die Erreichung der am Freitag offiziell verabschiedeten UN-Nachhaltigkeitsziele einsetzen werde, mit denen bis 2030 Hunger und Armut in der Welt beseitigt werden sollen. "Das ist nicht nur eine Aufgabe für Politiker, sondern für uns alle." Die Ziele seien ehrgeizig, aber erreichbar. Obama bleiben noch gut 15 Monate im Weißen Haus.

Nachhaltige Entwicklung wird nach den Worten von Obama vor allem von Kriegen, dem Klimawandel, Korruption und Ungleichheit behindert. "Die reichsten und mächtigsten in unseren Gesellschaften haben es gerne, wenn die Dinge so bleiben, wie sie sind." Außerdem sei das Potenzial von Afrika noch nicht ausreichend erkannt worden.Auch die Gleichstellung von Männern und Frauen sei vielerorts noch nicht gegeben. Das seien "veraltete Ansichten", kritisierte Obama.

Obama wird auch bei der 70. Generaldebatte der Vereinten Nationen sprechen, die am Nachmittag unserer Zeit beginnt. Die Blicke werden sich zudem vor allem auf Russlands Staatschef Wladimir Putin richten, der erstmals seit zehn Jahren vor der UN-Vollversammlung das Wort ergreifen wird. Es wird erwartet, dass er seine Strategie für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien erläutert. Am Rande kommen Obama und Putin zu ihrem ersten offiziellen Gespräch seit Juni 2013 zusammen, das sich vor allem um den Syrien-Konflikt drehen dürfte.

Mehr Entwicklungshilfe

Frankreichs Präsident François Hollande hat vor den Vereinten Nationen eine Erhöhung der Entwicklungshilfen seines Landes um vier Milliarden Euro angekündigt. Durch diese Erhöhung solle Frankreichs Entwicklungshilfe ab 2020 auf zwölf Milliarden Euro steigen, sagte Hollande zum Abschluss des UN-Nachhaltigkeitsgipfels. Wie die Gelder zwischen der Bekämpfung von Armut und dem Kampf gegen den Klimawandel aufgeteilt werden sollen, teilte Hollande nicht mit.

Frankreichs jährliches Entwicklungshilfebudget von etwa acht Milliarden Euro beläuft sich auf 0,36 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit ist das Land weit von dem von vielen Industriestaaten beschworenen Ziel entfernt, 0,7 Prozent des BIP als Entwicklungshilfe bereitzustellen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen