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Chefinspektor Wolfgang Braunsar von der Landespolizeidirektion Steiermark am neu errichten Zaun am Grenzübergang Spielfeld.
Chefinspektor Wolfgang Braunsar von der Landespolizeidirektion Steiermark am neu errichten Zaun am Grenzübergang Spielfeld.(Foto: dpa)

Alle mit Reiseziel Skandinavien: Österreich weist mehr Flüchtlinge ab

Österreich schließt seine Grenzen, allerdings nur ein Stück weit. Flüchtlinge mit dem Ziel Schweden oder Dänemark dürfen nicht mehr einreisen. Damit wird auch der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland etwas reduziert.

Ab der kommenden Woche will Österreich mehr Flüchtlinge an seiner südlichen Grenze zu Slowenien zurückweisen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sagte im Radiosender Ö1, Menschen mit Zielen in Skandinavien sollten ab dem Wochenende nicht mehr einreisen dürfen. Betroffen sind demnach Flüchtlinge, die weder in Österreich noch in Deutschland Asyl beantragen, sondern in den Norden weiterreisen wollen.

Mit der Regelung folgt Österreich nach Angaben seiner Regierung dem Beispiel Deutschlands, das mit entsprechend gelagerten Fällen derzeit genauso verfahre. Die Zahl von Zurückweisungen durch deutsche Behörden an der Grenze zu Österreich steigt demnach. Betroffen seien Flüchtlinge, die als Ziel Schweden oder andere nordische Staaten angäben. Mikl-Leitner sprach in diesem Zusammenhang von "200 bis 300" Menschen pro Tag.

Österreich wies seinerseits seit Jahresbeginn nach offiziellen Angaben etwa 1700 Flüchtlinge an der Grenze zu Slowenien zurück. Demnach wurden meist zusätzliche Identitätsprüfungen aus dem Nachbarland angefordert. Nach deren Erledigung hätten die meisten betroffenen Flüchtlinge dann einreisen dürfen. Schweden und Dänemark hatten ihrerseits im Januar wieder Grenzkontrollen eingeführt, um den Zuzug von Flüchtlingen einzudämmen.

Quelle: n-tv.de

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