Politik
Beata Szydlo
Beata Szydlo(Foto: imago/Jens Jeske)

Nach Anschlägen von Brüssel: Polen will keine Flüchtlinge mehr aufnehmen

Polen hat den übrigen EU-Staaten zugesagt, ihnen Flüchtlinge abzunehmen. Doch nach den Anschlägen in Brüssel ändert sich die Meinung der Regierung in Warschau. Polen will keine Flüchtlinge mehr ins Land lassen.

Nach den Anschlägen von Brüssel will Polen keine Flüchtlinge mehr aufnehmen. "Nach dem, was gestern in Brüssel geschehen ist, können wir vorerst nicht sagen, dass wir irgendeine Zahl von Migranten aufnehmen möchten", sagte Ministerpräsidentin Beata Szydlo dem Fernsehsender Superstacja. Die konservative Regierungschefin widerrief damit eine Zusage der Vorgängerregierung aus dem September 2015.

Die Vorgängerregierung hatte sich zur Aufnahme von 7000 Flüchtlingen im Rahmen einer europäischen Kontingentierung bereiterklärt. Szydlo hatte wiederholt Kritik an dieser Verpflichtung geübt, zugleich aber ihre Einhaltung zugesagt. Nun sagte sie, die polnische Regierung müsse "in erster Linie auf die Sicherheit unserer Bürger" achten.

Polen lehne es ab, "Tausende von Migranten aufzunehmen, die nur hierherkommen, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern", sagte Szydlo. Unter den Einwanderern seien "auch Terroristen". Einige Staaten, die zum "so genannten alten Europa" zählten, hätten dem "Zustrom von Flüchtlingen übereilt zugestimmt", sagte Szydlo. Diese "Sorglosigkeit" habe "die aktuellen Probleme verursacht".

Quelle: n-tv.de

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