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Waffenfund bei Rosenheim: Polizei stellte möglichen Paris-Mittäter

Die Hintergründe der Anschläge von Paris sind noch unklar. Einen möglichen Hinweis gibt ein Vorfall vom Donnerstag vergangener Woche in Bayern: Gehört ein festgenommener Mann zu den Terroristen?

Im Fall des vor mehr als einer Woche festgenommenen Montenegriners ist ein Zusammenhang zu den Anschlägen von Paris bisher nicht bestätigt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte, der Mann, der bei einer Schleierfahndung im Raum Rosenheim mit Waffen und Sprengstoff gefasst worden war, habe in seinem Navigationsgerät zwar eine Adresse in Paris eingegeben. Ob er damit in Verbindung zu dem Anschlag gebracht werden kann, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Wie Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer zuvor bekanntgegeben hatte, ist der Mann den Ermittlern Donnerstag vergangener Woche ins Netz gegangen. Der 51-jährige Mann war demnach auf der Autobahn Salzburg-München unterwegs. Die Kontrolle erfolgte bei Bad Feilnbach.

Als die Beamten das Auto kontrollierten, hätten sie ein Versteck entdeckt. In seinem VW-Golf seien acht Maschinenpistolen, ein Revolver und zwei weitere Pistolen gefunden worden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA). Der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet zudem von Munition und einigen Kilogramm TNT-Sprengstoff, die im Fahrzeug versteckt gewesen seien.

Aus den sichergestellten Unterlagen hätten sich "erhebliche Anzeichen" dafür ergeben, dass der Mann auf dem Weg nach Paris gewesen sei, so der BR weiter. Unmittelbar nach der Festnahme habe das LKA mit den französischen Behörden Kontakt aufgenommen und sie über Details informiert. Der LKA-Sprecher bezeichnete einen Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen gleichwohl als Spekulation. Auch Waffenschmuggel sei ein gängiges Geschäft, sagte er.

Seehofer sagte dagegen, der Fall zeige die Notwendigkeit, sich einen Überblick zu verschaffen, "wer in unserem Land ist, wer durch unser Land fährt". "Das muss man jetzt mit kühlem Kopf machen, aber schon mit dem Ziel, die Sicherheitsanforderungen und -bestimmungen auch bei uns in Deutschland zu verbessern."

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Quelle: n-tv.de

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