Politik
Auf diesem Rastplatz wurde der Konvoi gestoppt.
Auf diesem Rastplatz wurde der Konvoi gestoppt.(Foto: dpa)

Konvoi Richtung Syrien unterwegs: Polizei stoppt Salafisten in Rettungswagen

Über die Autobahn A3 rollt ein ungewöhnlicher Konvoi. Die Polizei stoppt die Wagenreihe aus mehreren Rettungswagen. Bei den Insassen soll es sich um mutmaßliche Salafisten handeln. Nach der Kontrolle darf der Konvoi ungehindert weiterfahren.

Die Autobahnpolizei hat auf der A3 bei Bonn mehreren Medienberichten zufolge einen Konvoi mit mutmaßlichen Salafisten gestoppt. Die Gruppe, die abweichenden Zahlen zwischen 12 und 30 Männern groß gewesen sein soll, hatte sich auf acht ausrangierte Rettungswagen verteilt. Ihre Reiseziele sollen eigenen Angaben nach die Türkei und Syrien gewesen sein. Die Beamten stoppten die auffällige Wagenreihe auf einem Rastplatz und kontrollierten die Insassen.

Zunächst habe es bei den Kontrollierten einen gewissen Widerstand gegeben. Der Polizeisprecher führte das aber auf das plötzliche Medieninteresse auf dem Rastplatz zurück. "Wir waren immer Herr der Lage", sagte er. Die Beamten untersuchten die Rettungswagen und stellten die Personalien der Männer sicher. "Da es nichts zu beanstanden gab, konnte der Konvoi ohne Auflagen weiterfahren", wird ein Polizeisprecher bei "Bild" zitiert. In den Wagen seien unter anderem Babynahrung und Kleidung gefunden worden. Allerdings, so der Sprecher weiter, könnte ein Teil der kontrollierten Personen Sympathisanten der Salafistenszene sein.

Mutmaßlicher IS-Kämpfer in Köln festgenommen

Parallel dazu berichten mehrere Medien, darunter der WDR und der "Kölner Stadtanzeiger" von einer weiteren Festnahme gegen einen mutmaßlichen IS-Sympathisanten ebenfalls im Rheinland. In Köln hat die Bundesanwaltschaft demnach einen 25-Jährigen festnehmen lassen, der sich in Syrien dem Islamischen Staat und der Terrorgruppe Dschunud al-Scham (Soldaten Syriens) angeschlossen haben soll. Er solle unter anderem eine Kampfausbildung durchlaufen und für militärische Einsätze bereitgestanden haben. Seit Dezember 2013 lebt der 25-Jährige wieder in Deutschland.

Erst gestern hatten die "Süddeutsche Zeitung", der NDR und der WDR berichtet, dass dem Bundeskriminalamt brisante Papiere aus dem Inneren des Islamischen Staates vorliegen sollen. Die Papiere enthalten demnach Informationen zu deutschen Kämpfern. Das Material soll aus Befragungen von IS-Anhängern stammen - nach der Einreise in das von der Terrororganisation beherrschte Gebiet in Syrien. Ob die Polizei-Aktionen am Dienstag mit den neu gewonnenen Informationen zusammenhängen, ist noch nicht bekannt.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen