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Wenn es klingelt, könnte es tatsächlich Peer Steinbrück sein.
Wenn es klingelt, könnte es tatsächlich Peer Steinbrück sein.(Foto: dpa)

Haushaltskampagne vor der Wahl: SPD will zu Besuch kommen

Der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Steinbrück, plant offenbar einen ganz anderen Wahlkampf, als ihn die Wähler bisher kannten. Nach dem Vorbild von US-Präsident Obama will er an vielen Türen klingeln.

Die SPD will im Bundestagswahlkampf des kommenden Jahres jedem achten der rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland einen Besuch abstatten. "Am Ende der Kampagne können wir fünf Millionen Türen erreichen", zitierte die "Bild"-Zeitung aus einem internen Wahlkampfpapier der Partei.

Demnach soll auch der designierte Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bei den Wählern zu Hause klingeln. Vorbild sind nach Angaben der Zeitung die erfolgreichen Wahlkämpfe von US-Präsident Barack Obama und Frankreichs Staatspräsident François Hollande.

Obamas Wahlkampfteams hatten vor allem in besonders umkämpften Bundesstaaten in den Tagen vor dem Urnengang versucht, die Wähler mit Anrufen oder persönlichen Gesprächen an der Haustür zu überzeugen.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass der österreichischer Buchautor, Unternehmer und Kunstmäzen Roman Maria Koidl das Wahlkampfteam von Steinbrück verstärkt. Koidl solle Steinbrück mit Blick auf das Thema Internet beraten und habe bereits ein Büro in der SPD-Zentrale, berichtete die "Welt".

Steinbrück hatte Anfang November sein enges Berater- und Organisationsteam für den Bundestagswahlkampf benannt. Es besteht aus dem bisherigen sachsen-anhaltinischen Finanz-Staatssekretär Heiko Geue, dem thüringischen Wirtschaftsminister Matthias Machnig und dem früheren SPD-Sprecher Michael Donnermeyer als seinem Sprecher.

Quelle: n-tv.de

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