Politik
Für FDP-Chef Christian Lindner läuft es rund.
Für FDP-Chef Christian Lindner läuft es rund.(Foto: REUTERS)
Dienstag, 23. Mai 2017

Stern-RTL-Wahltrend: Schwarz-Gelb wäre im Bund möglich

Es ist keine gute Woche für die SPD. Nach einem rabenschwarzen Montag rutscht sie nun auch noch bei der jüngsten Forsa-Umfrage weiter ab. Freuen können sich dagegen Union und die Liberalen.

Für die SPD kommt es immer schlimmer. Nach einer Reihe von Ungeschicklichkeiten bei der Vorstellung ihres Wahlprogramms und drei verlorenen Landtagswahlen rutscht sie nun auch in den Umfragewerten immer weiter ab. Im aktuellen Stern-RTL-Wahltrend verliert sie im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und steht nun bei 25 Prozent. Die Union verbessert sich dagegen um einen Punkt auf 39 Prozent. Auch die FDP klettert um einen Punkt auf 9 Prozent. Damit hätten Union und FDP auch im Bund eine Mehrheit, wenn am Sonntag gewählt würde.

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Bei den anderen Parteien tut sich der Umfrage zufolge nichts. Die Linkspartei würde mit acht Prozent viertstärkste Kraft. Grüne und AfD bleiben bei jeweils 7 Prozent.

Auch im direkten Vergleich zwischen der Kanzlerkandidaten schneiden die Sozialdemokraten in der Forsa-Umfrage schlecht ab. 51 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche, würden sich demnach für Amtsinhaberin und CDU-Chefin Angela Merkel entscheiden. Nur noch 22 Prozent, zwei Prozent weniger als in der vergangenen Woche, würden SPD-Chef Martin Schulz direkt wählen. Damit liegt dieser 29 Prozentpunkte hinter Merkel. Noch im Februar, kurz nach der Schulz' Kür zum neuen Hoffnungsträger der SPD, hatte Merkel mit 38 Prozent lediglich einen Vorsprung von einem Prozentpunkt.

Auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz sackt die SPD um einen weiteren Prozentpunkt ab. Nur noch 10 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sie mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird. 36 Prozent, drei Prozent mehr als in der Vorwoche, trauen dies dagegen der Union zu. 46 Prozent sprechen keiner Partei politische Kompetenz zu.

Mehrheit der SPD-Anhänger glaubt nicht an Sieg

In einer anderen Forsa-Umfrage für den "Stern" wünschen sich zudem 55 Prozent aller Befragten, dass die Union die Bundesregierung anführt. Dabei befürworten 25 Prozent eine Fortsetzung der Großen Koalition, 23 Prozent sind für ein schwarz-gelbes Bündnis. Ein solches könnte demnächst in Nordrhein-Westfalen entstehen. Nach ihren starken Zugewinnen bei den Landtagswahlen in der vergangenen Woche wollen CDU und FDP nun ihre Koalitionsverhandlungen beginnen.

Fast zwei Drittel der Befragten rechnen nicht damit, dass die SPD bei den Bundestagswahlen am 24. September noch stärkste Kraft wird und die nächste Regierung führen könnte. Selbst 60 Prozent der SPD-Anhänger glauben nicht mehr an einen Sieg ihrer Partei. Nur noch 30 Prozent sprechen von einer Wechselstimmung - im März waren es noch 59 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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