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Riesige Lautsprecherboxen sollen die südkoreanische Propaganda bis weit ins Nachbarland tragen.
Riesige Lautsprecherboxen sollen die südkoreanische Propaganda bis weit ins Nachbarland tragen.(Foto: picture alliance / dpa)

Propaganda-Beschallung an Grenze: Seoul schickt laute Musik nach Nordkorea

Nordkorea schickt Raketen in den Himmel, Südkorea propagandistische Worte und Musik. Beides wird international verurteilt und wiederholt sich dennoch ständig. Zudem gilt beides als Provokation und militärische Konfrontation.

Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas verstärkt Südkorea die Propaganda-Beschallung des Nachbarlandes. Es seien weitere Lautsprecher an der Grenze aufgebaut worden, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Zudem werde der Norden länger als bisher mit lauter Musik, Nachrichten und Propaganda-Botschaften beschallt. Berichten zufolge erfolgt dies nun sechs Stunden pro Tag.

Südkorea hatte die Propaganda-Beschallung im Januar wieder aufgenommen, als Reaktion auf den nordkoreanischen Atomtest. Dieser wurde international ebenso verurteilt wie der Raketenstart am Sonntag.

Zuvor hatte Seoul die riesigen Lautsprechertürme nach einem Grenzzwischenfall im vergangenen August erstmals seit elf Jahren für zwei Wochen in Betrieb genommen. Der Konflikt mit Nordkorea hatte sich damals zugespitzt, nachdem bei der Explosion einer Landmine in der Grenzregion zwei südkoreanische Soldaten verletzt worden waren. In Marathonverhandlungen wendeten beide Seiten Ende August schließlich eine militärische Konfrontation ab.

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Quelle: n-tv.de

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