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Burkhard Garweg, Daniela Klette  und Volker Staub (v.l.) auf einem Fahndungsplakat des BKA
Burkhard Garweg, Daniela Klette und Volker Staub (v.l.) auf einem Fahndungsplakat des BKA

Altersversorgung für Ex-Terroristen?: Spuren nach Raubüberfall weisen auf RAF

Rund ein halbes Jahr nach einem spektakulären Raubüberfall auf einen Geldtransporter können die Ermittler einen Erfolg verbuchen: Sie finden die DNA von drei Tätern, denen das BKA schon lange auf den Fersen ist - seit den Zeiten der RAF.

Nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter bei Bremen im vergangenen Sommer haben Ermittler in zwei Tatautos DNA-Spuren von Mitgliedern der früheren Roten Armee Fraktion (RAF) gefunden. Das berichtete der NDR. Nach Angaben des Senders handelt es sich um die genetischen "Fingerabdrücke" von drei Menschen, die als Angehörige der RAF seit Jahrzehnten auf den Fahndungslisten stehen: die 57 Jahre alte Daniela Klette, der 58 Jahre alte Volker Staub und der ebenfalls als Terrorist gesuchte Burkhard Garweg (Alter unbekannt).

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Bei dem Überfall am 6. Juni auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarkts in Groß Mackenstedt, einem Ortsteil der Gemeinde Stuhr bei Bremen, hatten drei Maskierte auf einen Geldtransporter geschossen. Verletzt wurde niemand, die Kugeln blieben in einem Reifen und im Blech stecken. Die Täter flüchteten ohne Beute, es gelang ihnen nicht, die Türen des Geldtransporters zu öffnen.

Polizei-Angaben zufolge hatten sie den Geldtransporter mit einem Kleinbus zugeparkt. Zwei mit Tarnanzügen gekleidete Menschen stiegen aus und bedrohten die Transporteure in ihrem Fahrzeug. Als ein dritter Täter ebenfalls im Tarnanzug dazukam, fielen mindestens drei Schüsse, berichtete die Polizei kurz nach der Tat. Nachdem die Kriminellen nicht die Türen öffnen konnten, ergriffen sie die Flucht mit einem Auto, das der dritte Täter mitgebracht hatte.

Rente für die RAF

Schon einmal waren DNA-Spuren von Klette und Staub laut NDR nach einem Raubüberfall gefunden worden: Am 30. Juli 1999 überfielen drei Maskierte einen Geldtransporter in Duisburg-Rheinhausen (NRW). Die Tat weise Ähnlichkeiten zu dem Fall in Groß Mackenstedt auf. So hätten die Täter auch damals zwei Fahrzeuge und Schnellfeuergewehre benutzt - im Gegensatz zu diesmal allerdings etwa eine Million Mark erbeutet. RAF-Kenner gingen davon aus, dass der Raubüberfall nicht dazu diente, weitere Terrortaten zu ermöglichen, sondern "die Altersversorgung von RAF-Veteranen zu ermöglichen". Mittlerweile könnte das Geld knapp geworden sein.

Die linksextreme Terrororganisation RAF hatte sich 1998 für aufgelöst erklärt. Einige ihrer damaligen Mitglieder sind aber bis heute verschwunden und stehen weiter auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamts. Das gilt auch für Klette, Staub und Garweg. Mehr als zwei Jahrzehnte lang war die RAF in Deutschland der Inbegriff von Gewalt und Mord, mehr als 30 Menschen starben durch den RAF-Terror.

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Quelle: n-tv.de

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