Politik
Steinbrück hofft auf "gütliches" Ende
Steinbrück hofft auf "gütliches" Ende(Foto: picture alliance / dpa)

25.000 Euro für wohltätigen Zweck: Steinbrück spendet Honorar doch

Der Spendenstreit Steinbrücks mit den Stadtwerken Bochum ist keine gute Werbung für den designierten Kanzlerkandidaten der SPD. Darum will er sein Honorar nun doch einem wohltätigen Zweck stiften. Auch die Stadtwerke ziehen Konsequenzen: Eine Talkrunde mit 25.000-Euro-Gagen wird es wohl nicht mehr geben.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will das umstrittene 25.000-Euro-Honorar für seinen Vortrag bei den Stadtwerken Bochum nun doch für gemeinnützige Einrichtungen spenden. Wie am Donnerstag aus SPD-Parteikreisen bestätigt wurde, bat Steinbrück die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, ihm drei Adressen von sozialen Einrichtungen zu nennen, an die er das Geld anteilig überweisen könne.

Der frühere Finanzminister hat das Vortragshonorar bereits komplett versteuert. Mit der jetzigen Spende zahlt Steinbrück laut "Bild" rund 13.000 Euro aus eigener Tasche drauf. Allerdings könnte er die Spende unter Umständen später wieder steuermindernd geltend machen.

Jetzt geraten die Stadtwerke unter Druck

Steinbrück beharrt darauf - anders als zunächst von den Stadtwerken dargestellt - nicht gewusst zu haben, dass das Vortragshonorar gespendet werden sollte. Auch das kommunale Unternehmen hatte später eingeräumt, dass es keine diesbezüglichen Vereinbarungen mit dem Redner gegeben habe.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, begründete Steinbrück seine Entscheidung, das Geld trotzdem zu spenden, damit, dass er anerkennen müsse, dass es in der Auseinandersetzung auch "eine andere Wahrnehmung als bei mir" gegeben habe. Daher wolle er nun ein Zeichen für ein "gütliches" Ende der Angelegenheit setzen, hieß es weiter.

Während Steinbrück so zum Befreiungsschlag ansetzte zogen die Stadtwerke Bochum erste einschneidende Konsequenzen aus der Affäre. Den "Atrium-Talk" werde es in der bisherigen Form nicht mehr geben, sagte Bochums Oberbürgermeisterin Scholz nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke. Es seien Fehler gemacht worden, die weiter aufgeklärt werden müssten.

Quelle: n-tv.de

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