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Der syrische Außenminister Walid al-Muallim hat für die internationale Militärkoalition eine eindeutige Botschaft parat.
Der syrische Außenminister Walid al-Muallim hat für die internationale Militärkoalition eine eindeutige Botschaft parat.(Foto: dpa)

"Hölzerne Särge" für Aggressoren: Syrien droht internationalen Bodentruppen

Seit Herbst 2014 fliegt die internationale Militärkoalition Luftangriffe in Syrien. Weil der Konflikt sich nicht beruhigt, bringen die ersten Staaten Bodentruppen ins Spiel. Die syrische Führung spricht für diesen Fall eine deutliche Warnung aus.

Syrien hat Saudi-Arabien und andere Staaten mit drastischen Worten vor dem Einsatz von Bodentruppen gewarnt. Jegliche Intervention am Boden ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus sei eine "Aggression", sagte der syrische Außenminister Walid al-Muallim nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana. "Wir versichern, dass jeder Aggressor in einem hölzernen Sarg in sein Land wiederkehren wird."

Die Drohung richtet sich vor allem gegen Saudi-Arabien, das sich am Donnerstag bereit gezeigt hatte, im Rahmen eines internationalen Kampfeinsatzes gegen den Islamischen Staat (IS) auch Bodentruppen nach Syrien zu entsenden. Das radikalsunnitische Königreich ist Teil der US-geführten internationalen Koalition, die seit Herbst 2014 Luftangriffe auf den IS in Syrien fliegt. Auch Bahrain könnte sich vorstellen, Bodentruppen nach Syrien zu schicken.

Die Türkei teilte unterdessen mit, weiterhin syrische Flüchtlinge aus der Region Aleppo ins Land zu lassen. Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte nach einem Treffen mit den EU-Außenministern in Amsterdam, die Türkei halte an der Politik der offenen Tür für diejenigen fest, "die vor der Gewalt des Regimes und den russischen Luftschlägen fliehen". "Wir haben bereits 5000 von ihnen aufgenommen und 50.000 bis 55.000 sind auf dem Weg."

Zehntausende Menschen waren in den letzten Tagen aus der Region um Aleppo in Richtung Türkei geflüchtet, nachdem die Truppen des syrischen Machthabers Assad mit Unterstützung von Russland und der Hisbollah eine Großoffensive gestartet hatten. In diesem Zusammenhang gab es auch Berichte, dass die Türkei ihre Grenzen entgegen aller Behauptungen geschlossen hält.

Quelle: n-tv.de

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