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Goldene Zeiten für Trump? Noch ist nicht alles entschieden.
Goldene Zeiten für Trump? Noch ist nicht alles entschieden.(Foto: imago/ZUMA Press)

Wermutstropfen für Trump: Ted Cruz gewinnt in Alaska

Der US-Vorwahlkampf bleibt spannend. Auch wenn der Milliardär Trump beim Super Tuesday in sieben Bundesstaaten gewinnt, siegt sein republikanischer Rivale doch in drei Staaten. Bei den Demokraten liegt Clinton am Super Tuesday klar vorn.

Ted Cruz hat die Vorwahl in Alaska gewonnen. Der erzkonservative Senator aus Texas landete in dem Bundesstaat knapp vor Donald Trump, der in den Umfragen vorn gelegen hatte. Cruz entschied damit am "Super Tuesday" drei der elf Vorwahlen der Republikaner für sich. Trump gewann sieben, Senator Marco Rubio aus Florida eine.

Der umstrittene Immobilien-Milliardär Trump siegte bei den Republikanern in den Staaten: Georgia, Alabama, Massachusetts, Virginia, Tennessee, Vermont und Arkansas. Er verlor aber den wichtigen Staat Texas an Cruz. In Texas ging es bei den Demokraten um 252 und bei den Republikanern um 155 Delegierte. Auch Oklahoma ging an Cruz. Minnesota gewann Marco Rubio.

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In vielen Staaten kamen Cruz und Rubio gemeinsam auf deutlich mehr Stimmen als Trump. Cruz rief daher dazu auf, das Feld der republikanischen Bewerber, dem auch der frühere Neurochirurg Ben Carson angehört, zu verkleinern. "Unsere Kampagne ist die einzige, die Donald Trump geschlagen hat und schlagen kann", sagte Cruz. Solange das Feld der Republikaner mit noch immer fünf Kandidaten so groß bleibe, mache das eine Kandidatur Trumps wahrscheinlicher.

Triumphale Erfolge feierte bei den Demokraten die Präsidentschaftskandidatin und frühere US-Außenministerin Hillary Clinton. Sie gewann mit Texas, Tennessee, Virginia, Georgia, Alabama, Massachusetts und Arkansas sieben der elf Staaten. Sie musste aber mit Colorado, Vermont, Oklahoma und Minnesota auch vier Staaten ihrem Herausforderer Bernie Sanders überlassen, der "eine politische Revolution" ausrief. Allerdings strich Clinton ihre Siege in durchschnittlich größeren Staaten ein und holte sich eine deutliche höhere Zahl von Delegierten. Bei beiden Parteien werden die Delegierten proportional zum Stimmergebnis vergeben. Nicht ausschließlich die Sieger erhalten Delegierte.

Entscheidung über 20 Prozent der Delegierten

Am "Super Tuesday" werden rund 20 Prozent aller Delegierten vergeben; 600 bei den Republikanern und rund 1000 bei den Demokraten. Um nominiert zu werden, muss ein republikanischer Bewerber auf mindestens 1237 Delegierte kommen, ein demokratischer auf 2383. Bei den Demokraten lieferte Clintons Kontrahent Bernie Sanders der früheren First Lady und Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton in einigen Staaten einen harten Kampf. Sanders gewann nicht nur seinen Heimatstaat Vermont, er siegte auch in Oklahoma, Minnesota und Colorado. Massachusetts gewann Clinton knapp. Im Februar hatte Sanders bereits New Hampshire für sich entschieden.

"Im ganzen Land haben Demokraten heute dafür gestimmt, Mauern einzureißen, so dass wir zusammen großartig sein können", sagte Hillary Clinton bei einem Auftritt in Florida. "Amerika ist stark, wenn wir alle zusammen stark sind. Amerika hat nie aufgehört, großartig zu sein."

Trump gab sich bei einer Pressekonferenz in Florida für seine Verhältnisse vergleichsweise sachlich. Er wolle die Partei der Republikaner einen und auf Dialog setzen. "Ich bin einer der die Wahrheit sagt, und ich werde die Wahrheit sagen", beteuerte der Immobilienmogul aus New York.

Die Parteiführung der Republikaner stemmt sich vehement gegen eine Kandidatur des exzentrischen Seiteneinsteigers. Marco Rubio, Hoffnungsträger des Establishments, konnte jedoch - abgesehen von Minnesota - erneut beim Wähler nicht überzeugen. In Virginia unterlag der Senator aus Florida Trump knapp. In vielen anderen Staaten wurde er aber teilweise sogar von Cruz oder Kasich auf Rang drei verwiesen und könnte bei der Vergabe der Delegierten dort leer ausgehen.

Rubio erklärte vor Anhängern, in zwei Wochen in seinem Heimatstaat Florida werde er richtig angreifen. Er bezeichnete Trump als Trickbetrüger. "Die Partei von Lincoln und Reagan und die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten werden niemals von einem Hochstapler übernommen werden", rief Rubio.

Der Politologe Michael Dreyer sieht noch keine Vorentscheidung im parteiinternen Ringen Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur. "Es war zweifellos ein ganz großer Tag für Donald Trump", sagte der Wissenschaftler von der Universität Jena. "Nur er war nicht so groß, dass er seine Rivalen jetzt gleich ausgeknockt hätte, denn die haben alle noch so viel gewonnen, dass sie versuchen können, weiter drin zu bleiben."

Alle Details zum Super Tuesday gibt es hier zum Nachlesen im Liveticker.

Quelle: n-tv.de

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