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Die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, zeigt auf der Sitzung des UN-Sicherheitsrats Bilder der Opfer (von n-tv.de gepixelt) des mutmaßlichen Giftgasangriffs.
Die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, zeigt auf der Sitzung des UN-Sicherheitsrats Bilder der Opfer (von n-tv.de gepixelt) des mutmaßlichen Giftgasangriffs.

USA drohen mit Alleingang: Trump: Rote Linie in Syrien überschritten

Die USA drohen nach dem mutmaßlichen Einsatz von Giftgas in Syrien mit Konsequenzen. Falls die Vereinten Nationen nicht in der Lage seien zu reagieren, sähen sich die USA gezwungen, selbst zu handeln, erklärt die UN-Botschafterin der USA.

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Die USA haben nach dem mutmaßlichen Giftgas-Angriff in Syrien mit einseitigen Aktionen gedroht, sollte sich der UN-Sicherheitsrat nicht auf eine gemeinsame Reaktion verständigen. "Wenn die Vereinten Nationen fortlaufend ihre Pflicht zum kollektiven Handeln verletzen, dann sind wir gezwungen, unsere eigenen Maßnahmen zu ergreifen", sagte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, in New York. US-Präsident Donald Trump sagte im Weißen Haus: "Für mich sind damit eine ganze Reihe von Linien überschritten worden. (...) Ich habe jetzt die Verantwortung - ich trage nun dafür die Verantwortung." Seine Einstellung zu Präsident Baschar al-Assad habe sich verändert, sagte Trump.

In Haleys Ausführungen blieb unklar, ob ein militärisches Eingreifen in Syrien, etwa gegen Präsident Baschar al-Assad, eigene Sanktionen oder andere Maßnahmen meinte. Zudem hat sie seit ihrem Amtsantritt bei den UN mehrfach zu scharfen Formulierungen gegriffen, etwa im Ukraine-Konflikt. Bei diesen ist nicht immer klar, ob sie auch der Position von US-Präsident Donald Trump entsprechen, nach dessen Weisung sie handelt.

Trump verurteilte den mutmaßlichen Giftgaseinsatz.
Trump verurteilte den mutmaßlichen Giftgaseinsatz.(Foto: REUTERS)

Ein von Frankreich, Großbritannien und den USA eingebrachter Resolutionsentwurf sollte den mutmaßlichen Angriff scharf verurteilen. Zu einer Abstimmung kam es aber nicht. Russland hatte seine Ablehnung der Resolution bekundet. Das Außenministerium in Moskau warnte vor einer vorschnellen Schuldzuweisung an die syrische Regierung und kritisierte eine Resolutionsvorlage als "anti-syrisch" und "inakzeptabel".

"Wie viele Kinder müssen noch sterben, ehe Russland handelt?", fragte Haley im Sicherheitsrat. Sie zeigte Fotos von Opfern des mutmaßlichen Giftgasangriffs. Russland müsse seinen Einfluss auf den Verbündeten Syrien geltend machen, forderte sie. "Sie müssen diesen furchtbaren Akten ein Ende bereiten."

Trump sieht rote Linie überschritten

Der US-Präsident gab der Regierung von Baschar al-Assad die Schuld für den mutmaßlichen Giftgasangriff und sprach von einer furchtbaren Tat gegen "unschuldige Menschen", die nicht toleriert werden könne. Die US-Regierung stehe an der Seite ihrer Verbündeten, um diese "furchtbare Attacke" zu verurteilen, fügte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem jordanischen König Abdullah II. hinzu. Ob und welche Konsequenzen nun folgen würden, sagte er nicht.

Außerdem versprach Trump erneut, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vollständig zu zerschlagen. "Wir werden den Islamischen Staat zerstören und wir werden die Zivilisation beschützen. Wir haben keine Wahl."  Es werde ein kürzerer Kampf werden als viele Menschen glaubten, so Trump. Die Islamistenmiliz hat in jüngerer Zeit erhebliche Gebietsverluste in ihren Hochburgen in Syrien und dem Irak hinnehmen müssen, beherrscht aber immer noch große Landstriche in beiden Staaten.

Quelle: n-tv.de

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