Politik
Donald Trump: Im Endspurt zur US-Wahl.
Donald Trump: Im Endspurt zur US-Wahl.(Foto: AP)
Sonntag, 30. Oktober 2016

"Schuldig, schuldig, schuldig": Trump attackiert Clinton wegen Ermittlungen

Kurz vor der US-Wahl legt das FBI neue Ermittlungen offen, die auch Folgen für Präsidentschaftskandidatin Clinton haben könnte. Die nennt das Vorgehen "merkwürdig". Gegner Trump nutzt die Gelegenheit für einen energischen Angriff.

Der US-Republikaner Donald Trump hat den neuen Wirbel in der E-Mail-Affäre um Hillary Clinton für die bisher wohl schärfsten Wahlkampfattacken gegen seine Rivalin genutzt. In einer Rede in Gold (Colorado) sagte er, Clinton habe gelogen und betrogen, um ihr eigenes kriminelles Verhalten zu vertuschen und "euch und eure Kinder in Gefahr gebracht": "Sie ist schuldig, schuldig, schuldig." Die E-Mail-Affäre sei der größte politische Skandal seit Watergate. Trump wirkte bei dem Auftritt auffallend energiegeladen, kampfeslustig und zuversichtlich.

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Er warf Clinton vor, durch und durch korrupt zu sein und eigene finanzielle Interessen über das Wohl der Nation zu stellen. Im Fall eines Wahlsieges "würde sie das Oval Office so rasch zum Verkauf anbieten, dass euch schwindelig würde", rief der Präsidentschaftskandidat unter dem Jubel seiner Anhänger.

Der FBI-Chef hatte in einem Brief an führende Kongressmitglieder mitgeteilt, dass die Bundespolizei im Zuge von Ermittlungen gegen einen Ex-Abgeordneten auf dessen Computer Mails gefunden habe und nun eine etwaige Relevanz im Zusammenhang mit der E-Mail-Affäre prüfe. Clinton hatte in ihrer Zeit als Außenministerin auch dienstliche Korrespondenzen über ihren privaten Server abgewickelt.

Der Ex-Abgeordnete, auf dessen beschlagnahmten Computer anscheinend die Mails gefunden wurden, ist mit Clintons engster Vertrauten Huma Abedin verheiratet, die sich aber inzwischen von ihm getrennt hat.

Die US-Demokratin Hillary Clinton kritisierte das Vorgehen von FBI-Chef James Comey in der E-Mail-Affäre als "zutiefst besorgniserregend". So kurz vor der Wahl zu enthüllen, dass die Bundespolizei neu gefundene E-Mails aus ihrer Zeit als Außenministerin untersuche, sei "merkwürdig" und ein in seiner Art "bisher einmaliges" Vorkommnis, sagte die Präsidentschaftskandidatin. Erneut forderte sie Comey auf, alle Informationen im Zusammenhang mit den neuen Untersuchungen auf den Tisch zu legen.

Quelle: n-tv.de

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