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Trump mit seiner Frau Melania auf der von ihm veranstalteten Silvesterparty.
Trump mit seiner Frau Melania auf der von ihm veranstalteten Silvesterparty.(Foto: REUTERS)

"Dinge, die andere nicht wissen": Trump kündigt Hacker-Enthüllung an

Gern gibt sich Amerikas künftiger Präsident geheimnisvoll. So auch diesmal: Er wisse Dinge über den mutmaßlichen russischen Hackerangriff, sagt er und warnt vor einer Vorverurteilung Russlands.

Der zukünftige US-Präsident Donald Trump hat eine Enthüllung zu den mutmaßlichen russischen Hackerangriffen während des Wahlkampfs in Aussicht gestellt. Dahinter könnte jemand anderes stecken, sagte Trump am Samstag vor dem Beginn der Neujahresfeier auf seinem Anwesen in Mar-a-Lago in Florida.

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"Außerdem weiß ich Dinge, die andere nicht wissen, daher können wir uns nicht sicher sein", sagte Trump. Auf die Frage von Journalisten, um welche Informationen es sich handle, sagte er: "Sie werden es am Dienstag oder Mittwoch erfahren." Einzelheiten nannte der Republikaner nicht.

Trump nannte es "unfair", entsprechende Vorwürfe gegen Russland zu erheben, solange daran Zweifel bestünden. Wer solche "schwerwiegenden" Vorwürfe erhebe, müsse "sicher sein". Trump erinnerte daran, dass die US-Geheimdienste vor dem Irak-Krieg die irrige Behauptung aufgestellt hatten, die Regierung in Bagdad verfüge über Massenvernichtungswaffen. Die daraufhin beschlossene Invasion sei ein "Desaster" gewesen.

Lieber per Post

Cyber-Kriminalität sei sehr schwer zu beweisen, sagte Trump weiter. Insgesamt zeigte er sich skeptisch hinsichtlich der Möglichkeiten zum Schutz gegen Cyber-Attacken. "Kein Computer ist sicher", sagte er, "es ist mir egal, was die sagen". Besonders wichtige Dinge sollten ohnehin wie früher niedergeschrieben und per Bote überbracht werden, sagte Trump.

Der demokratische Amtsinhaber Barack Obama macht die Regierung in Moskau für eine Serie von Hackerangriffen während des Wahlkampfs verantwortlich. Er verhängte deshalb am Donnerstag Strafmaßnahmen gegen Russland. Zudem wurden 35 Diplomaten aufgefordert, die USA zu verlassen. Russland drohte erst mit Gegenmaßnahmen. Allerdings wurde der bereits angekündigte Plan, 35 US-Vertreter aus Russland auszuweisen, fallengelassen.

Obamas Nachfolger Trump bemüht sich um ein besseres Verhältnis zu Russland. Wiederholt hat er den russischen Präsidenten Wladimir Putin gelobt. Dessen Regierung weist die Vorwürfe der US-Regierung zurück. Trump übernimmt das Präsidentenamt offiziell am 20. Januar.

Quelle: n-tv.de

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