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"Ich würde Waterboarding zurückbringen, und ich würde höllisch Schlimmeres als Waterboarding zurückbringen", sagt Trump.
"Ich würde Waterboarding zurückbringen, und ich würde höllisch Schlimmeres als Waterboarding zurückbringen", sagt Trump.

Nordkorea beschäftigt Republikaner: Trump will Waterboarding "und Schlimmeres"

Der Raketenstart in Nordkorea beschäftigt die Teilnehmer der republikanischen TV-Debatte. Daneben wird die Wiedereinführung von Foltermethoden im Kampf gegen den Terrorismus diskutiert - mit überraschenden Erkenntnissen.

Im Kampf gegen den Terrorismus reicht dem republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump das von Menschenrechtsgruppen als Folter eingestufte Waterboarding nicht aus. "Ich würde Waterboarding zurückbringen, und ich würde höllisch Schlimmeres als Waterboarding zurückbringen", sagte Trump bei einer Fernsehdebatte über die umstrittene Verhörtechnik, bei der das Ertrinken simuliert wird.

"Wir haben Leute im Nahen Osten, die Christen die Köpfe abhacken", sagte der in Umfragen für die republikanische Präsidentschaftskandidatur führende Rechtspopulist. Der erzkonservative Senator Ted Cruz erklärte, Waterboarding sei "keine Folter". Dennoch sei er nicht für einen "weit verbreiteten Einsatz" der Verhörtechnik. Allerdings würde er im Fall einer drohenden Terrorattacke "alle möglichen Methoden" einsetzen, um das Land zu schützen.

Präventivschlag in Nordkorea?

Auch Nordkoreas Raketenstart hat die republikanischen Präsidentschaftsbewerber bei ihrer Fernsehdebatte beschäftigt. "Eine der ersten Sachen, die wir tun sollten, ist, unsere Fähigkeiten zur Raketenabwehr auszuweiten", sagte der erzkonservative Senator Ted Cruz. Die Frage, ob er einen Präventivschlag auf die Abschussrampe in Nordkorea angeordnet hätte, wollte Cruz nicht beantworten.

Da ihm nicht die Geheimdienstberichte zu dem Start der nordkoreanischen Langstreckenrakete vorlägen, wolle er nicht spekulieren, sagte der Senator. Der rechtspopulistische Geschäftsmann Donald Trump erklärte, er werde als Staatsoberhaupt den Druck auf China erhöhen, um Pjöngjang in die Schranken zu weisen. Peking habe "enorme Kontrolle" über Nordkorea.

Der Senator Marco Rubio machte bei der Debatte am St. Anselm College in der Stadt Manchester in New Hampshire die Außenpolitik von US-Präsident Barack Obama für die Probleme mit Nordkorea verantwortlich. Obama sende "Signale der Schwäche" an die Welt. Nordkorea sollte von Washington wieder auf die "Liste von Terrorstaaten" gesetzt werden.

Neben Trump, Cruz und Rubio nahmen auch Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush, der frühere Neurochirurg Ben Carson sowie die Gouverneure von New Jersey und Ohio, Chris Christie und John Kasich, an der vom Fernsehsender ABC übertragenen Debatte teil. Nicht eingeladen wurden wegen ihrer niedrigen Umfragewerte die Ex-Managerin Carly Fiorina und Virginias Ex-Gouverneur Jim Gilmore.

Die Vorwahl in New Hampshire findet am Dienstag statt, Meinungsforscher sagen einen Sieg von Trump voraus. Der Milliardär lag allerdings auch schon vor dem Vorwahl-Auftakt vergangenen Montag in Iowa in Umfragen vorne, landete dann aber hinter Cruz nur auf dem zweiten Platz.

Quelle: n-tv.de

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