Politik
Anthony Scaramucci muss einige "Löcher" stopfen.
Anthony Scaramucci muss einige "Löcher" stopfen.(Foto: picture alliance / Pablo Martine)
Montag, 24. Juli 2017

Suche nach undichten Stellen: Trumps Kommunikationschef will aufräumen

Notfalls auch mit drastischen Maßnahmen will US-Präsident Trumps neuer Kommunikationschef dafür sorgen, dass es künftig keine weiteren Enthüllungen aus dem Umfeld der US-Regierung geben wird. Mit den ersten Interna muss er sich bereits beschäftigen.

Der neue Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, Anthony Scaramucci, will mit aller Macht neue Medien-Enthüllungen verhindern. Er werde auch nicht vor drastischen Maßnahmen zurückschrecken, um die undichten Stellen im Umfeld der Regierung zu stopfen, sagte der ehemalige Wall-Street-Banker am Sonntag dem TV-Sender Fox News.

Leute, die interne Dinge weitergäben, seien unamerikanisch, sagte er dem Sender CBS. Scaramucci war erst am Freitag ernannt worden und musste sich gleich mit einer weiteren Medien-Enthüllung befassen. Die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf Insidern, der Präsident habe sich in Zusammenhang mit den Russland-Untersuchungen über seine Befugnisse unterrichten lassen, Mitarbeiter, Familienmitglieder und sogar sich selbst zu begnadigen.

Trump reagierte am Wochenende auf den Bericht mit einer Bemerkung auf Twitter, in der er das Durchstechen von Informationen zur Verwendung gegen die Regierung als Verbrechen bezeichnete und darauf verwies, dass er die vollständige Macht für Begnadigungen habe. Scaramucci sagte, Trump habe sich mit dem Begnadigungs-Tweet nur auf die neue Enthüllung bezogen.

Kein Grund für Gnade

Der Präsident sei verständlicherweise verärgert, wenn man kurz über etwas spreche und die Leute dies dann wenig später unter der Hand weitergäben. Es gebe keinen Grund für Trump, irgendwen zu begnadigen.

Mehrere Kongress-Ausschüsse untersuchen, ob Trumps Wahlkampfteam mit russischen Stellen zusammengearbeitet hat, um sich Vorteile gegen die demokratische Kandidatin Hillary Clinton zu verschaffen. Die US-Geheimdienste sind überzeugt, dass die Regierung in Moskau sich zugunsten Trumps in den Wahlkampf eingemischt hat.

Quelle: n-tv.de

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