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(Foto: REUTERS)

Frieden mit PKK "unmöglich": Türkei fliegt Angriffe im eigenen Land

Die Türkei geht hart gegen die verbotene PKK vor: Auch im eigenen Land greift die türkische Luftwaffe kurdische Rebellen an. Ankara versteht das als Antwort auf vorherige Attacken auf türkische Sicherheitskräfte.

Türkische Kampfjets haben kurdische Rebellen im Südosten der Türkei angegriffen. "Zwei F-16-Jets haben um 15.10 Uhr Ortszeit (14.10 Uhr MESZ) Luftangriffe gegen die Terroristengruppe ausgeführt", teilten die türkischen Streitkräfte auf ihrer Internetseite mit Bezug auf die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) mit.

Der Einsatz erfolgte nach Angaben Ankaras in der bergigen Region Sirnak nahe der Grenze zum Irak. Zuvor hätten die Rebellen das Feuer auf türkische Sicherheitskräfte eröffnet, hieß es in der Erklärung der Armee weiter.

Im vorwiegend von Kurden bewohnten Südosten der Türkei ist zuvor ein türkischer Unteroffizier erschossen worden. Die türkische Armee machte in einer Erklärung zu dem Vorfall in Semdinli nahe der Grenze zum Irak die PKK verantwortlich. Der Unteroffizier wurde demnach angegriffen, als er in Zivilkleidung vor einer Bank stand. Er sei im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Friedensprozess mit der PKK für beendet erklärt. Erdogan sagte mit Blick auf die PKK, es sei "unmöglich", einen Friedensprozess mit denjenigen fortzusetzen, die "die nationale Einheit" bedrohten. Seit 2012 liefen Friedensgespräche mit dem inhaftierten PKK-Führer Abdullah Öcalan.

Die Türkei flog bereits seit Freitag eine Serie von Luftangriffen auf mutmaßliche PKK-Stellungen im Norden Iraks. Die PKK brach ihrerseits die 2013 ausgerufene Waffenruhe und bekannte sich dazu, am Samstagabend zwei türkische Soldaten getötet zu haben.

Quelle: n-tv.de

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