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Das iranische Staatsfernsehen verbreitet diese Bilder von der angeblichen US-Drohne.
Das iranische Staatsfernsehen verbreitet diese Bilder von der angeblichen US-Drohne.(Foto: AP)

Iran brüstet sich mit Beute: USA: Drohnen sind "vollzählig"

Der Iran verbreitet die Jubelmeldung: Es sei gelungen, über dem Persischen Golf eine unbemannte US-Aufklärungsdrohne unter Kontrolle zu bringen. Die USA zählen nach und verkünden: Alle Drohnen in der Region sind weiter im Besitz der US-Streitkräfte.

Drohne des Typs ScanEagle.
Drohne des Typs ScanEagle.(Foto: PR NEWSWIRE)

Die USA haben sich gegen einen Bericht verwehrt, wonach der Iran eine Aufklärungsdrohne "erbeutet" haben will. Der Fünften US-Flotte in Bahrain sei über dem Persischen Golf keine Aufklärungsdrohne verloren gegangen: "Alle unser Maschinen ohne Pilot, die in der Region im Einsatz sind, sind verfügbar", sagte Flottensprecher Jason Salata.

Der US-Nachrichtensender CNN berichtete unter Berufung auf Verteidigungskreise in Wasington ebenfalls, alle in der Region eingesetzten Fluggeräte der US-Marine seien "vollzählig". Ein Regierungsvertreter stellte klar, dass die Einsätze von US-Drohnen nur in internationalen Gewässern und im internationalen Luftraum stattfänden.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor verkündet, eine US-Aufklärungsdrohne "erbeutet" zu haben. Der Marine der Revolutionsgarden sei es "in den vergangenen Tagen" gelungen, die Kontrolle über das unbemannte Flugzeug zu erlangen, als es in den iranischen Luftraum über dem Golf eingedrungen sei. Den Angaben zufolge soll es sich um eine Drohne des Typs ScanEagle handeln, die gewöhnlich von US-Kriegsschiffen aus eingesetzt werde.

Am 1. November hatten iranische Flugzeuge schon auf eine US-Drohne vom Typ MQ1 nahe der Küste bei Buschehr gefeuert - allerdings ohne sie zu treffen. Teheran bestätigte damals nur, dass Schüsse abgegeben wurden, nicht aber, dass sie einem US-Flugkörper über internationalen Gewässern gegolten hätten.

USA sammeln Erkenntnisse über Atomprogramm

2011 konnte Iran eine fast unbeschädigte Drohne des Typs "Sentinel" in seinen Besitz bringen. Das Regime zelebrierte den Fang und veröffentlichte Bilder des Fluggeräts unter anderem auf der Webseite der Revolutionsgarden.(Foto: REUTERS)
2011 konnte Iran eine fast unbeschädigte Drohne des Typs "Sentinel" in seinen Besitz bringen. Das Regime zelebrierte den Fang und veröffentlichte Bilder des Fluggeräts unter anderem auf der Webseite der Revolutionsgarden.(Foto: REUTERS)(Foto: REUTERS)

Die jüngsten Fälle wecken Erinnerungen an die Drohnenkrise vor rund einem Jahr. Am 4. Dezember 2011 war ein US-Aufklärer vom Typ RQ-170 "Sentinel" fast unbeschädigt den Iranern in die Hände gefallen. Teheran sprach zunächst von Abschuss und erklärte später, das unbemannte Fluggerät mit elektronischen Befehlen abgefangen zu haben. Die USA behaupteten, die Drohne sei bei einem Afghanistan-Einsatz außer Kontrolle geraten und nahe der Grenze abgestürzt.

Die USA setzen nach iranischen Angaben seit Jahren unterschiedliche Drohnen zu Aufklärungsflügen über dem Iran ein. Die unbemannten Fluggeräte werden aus großer Entfernung gesteuert und können einen Tag oder länger in der Luft bleiben. Sie sind mit modernster Elektronik ausgestattet und haben ein breites militärisches Einsatzspektrum, das von der Überwachung von Konfliktgebieten über die taktische Aufklärung bis zur Erfassung und Zerstörung gegnerischer Ziele reicht. Die ScanEagle-Drohne hat laut ihrem Hersteller Boeing eine Flügelspannweite von drei Metern und einen Einsatzradius von 100 Kilometern. Sie kann rund 20 Stunden in der Luft bleiben.

Ein Grund für die Überwachung ist das iranische Atomprogramm. Während es der Iran nach eigener Darstellung nur zivil nutzen will, verdächtigt vor allem der Westen das Land, Atomwaffen zu entwickeln.

 

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Quelle: n-tv.de

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