Politik

Keine Beweise für Einsatz von Giftgas: USA rücken von Bericht ab

Medienberichte über einen mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien sollen nicht mit den Erkenntnissen der US-Regierung übereinstimmen. Die von Präsident Obama "sehr deutlich" gezogene "rote Linie" sei trotz anders lautender Berichte nicht überschritten worden.

Zerstörte Wohnhäuser in Aleppo.
Zerstörte Wohnhäuser in Aleppo.(Foto: dpa)

Die US-Regierung ist von einem Bericht des Außenministeriums über einen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien abgerückt. Es gebe keine Beweise dafür, dass die syrische Führung neue Maßnahmen zum Einsatz von Chemiewaffen ergriffen habe, erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Tommy Vietor. Das Magazin Foreign Policy hatte zuvor unter Berufung auf eine Depesche des US-Außenministeriums berichtet, die syrischen Truppen hätten in ihrem Kampf gegen die bewaffneten Aufständischen Giftgas verwendet.

Der Bericht soll sich auf Aussagen von Aktivisten, Ärzten und Deserteuren in Syrien stützen und zugleich die bislang umfassendsten Bemühungen der USA darstellen, Angaben der syrischen Opposition nachzugehen. Vietor erklärte dazu, Medienberichte über einen mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien stimmten nicht mit dem überein, was die US-Regierung über das syrische Chemiewaffenprogramm wisse.

US-Präsident Barack Obama habe zudem "sehr deutlich" gemacht, dass die syrische Führung zur Verantwortung gezogen werde, sollte sie Chemiewaffen nicht sichern oder den "tragischen Fehler" begehen, sie einzusetzen. Obama hatte dies als "rote Linie" bezeichnet, die dazu führen könne, dass die USA mit Nachdruck in den Konflikt eingreifen könnten. US-Beamte hatten zuletzt erklärt, Syrien habe offensichtlich mit der Vorbereitung für eine Anwendung von Chemiewaffen begonnen, sei dann aber nach zahlreichen Medienberichten und Warnungen aus Washington wieder davon abgerückt.

Quelle: n-tv.de

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