Dienstag, 10. November 2009
Attentatsserie in Pakistan: Über 30 Tote nach Anschlag
In der pakistanischen Stadt Peshawar sprengt sich der dritte Selbstmordattentäter am dritten Tag in die Luft. Mehr als 30 Menschen sterben, 50 werden verletzt. Die radikalislamischen Taliban bekennen sich zur Tat.
Die umliegenden Geschäfte wurden zerstört.
(Foto: AP)
Bei einem neuerlichen Bombenanschlag in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar sind nach Angaben des staatlichen Krankenhauses mehr als 30 Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden. Nach Angaben der Polizei sprengte sich ein Selbstmordattentäter am späten Nachmittag mit seinem Auto mitten auf einem belebten Markt der Vorstadt Charsadda in die Luft. Zu dem dritten Attentat binnen drei Tagen bekannten sich die pakistanischen Taliban.
Unter den Todesopfern waren nach Krankenhausangaben auch sechs Kinder und drei Frauen. Laut dem Polizeichef von Charsadda, Mohammad Riaz Khan, sind die Marktstände entlang der Straße besonders nachmittags gut besucht. Für den jüngsten Anschlag übernahm die radikalislamische Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) die Verantwortung. Nach ihren Angaben galt er einem Bürgermeister, der im Kampf gegen sie eine Miliz gegründet hatte. Bereits in den vergangenen zwei Tagen waren bei Selbstmordanschlägen in Peshawar insgesamt 18 Menschen getötet worden.
Peshawar ist die Hauptstadt der Nordwestprovinz. Sie liegt in unmittelbarer Nähe der an Afghanistan grenzenden Stammesgebiete, einer Hochburg der TTP und ihrer El Kaida-Verbündeten. Dort führt die pakistanische Armee seit Mitte Oktober eine Großoffensive gegen die Aufständischen, die das Land seit gut zwei Jahren mit einer Attentatswelle überziehen. Als Vergeltung für die Offensive haben die pakistanischen Taliban ihrerseits die Zahl ihrer Anschläge erhöht.
afp/dpa
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