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Verliert Wähler: CDU-Chefin Angela Merkel.
Verliert Wähler: CDU-Chefin Angela Merkel.(Foto: REUTERS)

Stern-RTL-Wahltrend: Union auf niedrigstem Wert seit drei Jahren

Unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise wollen viele traditionelle CDU-Wähler lieber gar nicht mehr zur Wahl gehen. Andere wandern zur FDP ab.

Satte 41,5 Prozent der Wähler haben sich bei der Bundestagswahl 2013 für CDU oder CSU entschieden. Die Union erlebte danach eine Zeit großer Konstanz: Der Umfragewert im Stern-RTL-Wahltrend bewegte sich seitdem in der Regel über 40 Prozent. Unter dem Eindruck der Krise in Griechenland sank er zwischendurch auf 38 Prozent, erholte sich aber schnell wieder. Nun geht es seit Mitte September steil bergab. Damals wies Forsa einen Wert von 43 Prozent aus, zuletzt waren es 38 Prozent und in dieser Woche sinkt der Wert um weitere zwei Punkte auf 36 Prozent. Damit erreicht die Union den niedrigsten Wert seit etwa drei Jahren.

Laut Forsa sind die CDU-"Abwanderer", also jene Wähler, die 2013 die CDU gewählt haben, derzeit aber der CDU ihre Stimme nicht mehr geben würden, zu 15 Prozent zur FDP abgewandert, zu 12 Prozent zur SPD, zu 6 Prozent zu den Grünen und zu ebenfalls 6 Prozent zu sonstigen Parteien. Bei der AfD sind nicht mehr als 11 Prozent der CDU-Abwanderer gelandet. Etwa die Hälfte der CDU-Abwanderer befindet sich derzeit im Lager der Nichtwähler und Unentschlossenen. Dementsprechend wären sie durch Mobilisierung relativ leicht zur Rückwanderung zur CDU zu bewegen.

Auch bei der Kanzlerpräferenz schwächelt die Unions-Kandidatin. Angela Merkel würden bei einer Direktwahl 46 Prozent der Befragten wählen. Das ist ein Punkt weniger als in der Vorwoche und 15 Punkte weniger als zu Beginn des Jahres. SPD-Chef Sigmar Gabriel käme unverändert auf 16 Prozent.

Die FDP kann in dieser Woche am meisten von der Schwäche der Union profitieren. Sie steigt von 4 auf 6 Prozent, ihren besten Wert seit Juni. SPD und Grüne bleiben bei ihren Werten von 24 beziehungsweise 11 Prozent. Linke und AfD verlieren je einen Punkt auf 9 beziehungsweise 6 Prozent.

Forsa befragte 2501 Menschen zwischen dem 19. und dem 23. Oktober 2015. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Quelle: n-tv.de

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