Politik
Angela Merkel muss in der Wählergunst einen Rückschlag hinnehmen.
Angela Merkel muss in der Wählergunst einen Rückschlag hinnehmen.(Foto: dapd)

SPD verwandelt Vorlage nicht: Union erleidet Schwächeanfall

"Des einen Leid, des anderen Freud" - so lautet ein Sprichwort. Für die Wählerstimmung gilt das laut aktuellem "Stern"-RTL-Wahltrend in dieser Woche nicht. Zwar muss die Union deftige Einbußen hinnehmen. Die Sozialdemokraten können daraus jedoch kaum Kapital schlagen.

Kanzlerin Angela Merkel und die Union verlieren im Rennen um Stimmen bei der anstehenden Bundestagswahl im Herbst an Boden. Der "Stern"-RTL-Wahltrend weist in dieser Woche sowohl für die amtierende Regierungschefin im Vergleich zu Herausforderer Peer Steinbrück als auch in der Sonntagsfrage ein deutliches Minus aus.

Gefragt, wen sie als Kanzlerin oder Kanzler am liebsten sehen würden, fiel nur noch bei 56 Prozent die Wahl auf Angela Merkel - ein Rückgang um 3 Prozentpunkte. Ebenso groß ist das Minus bei der Parteienpräferenz. Hier rutscht die Union auf 40 Prozent, nach einem Wert von 43 Prozent in der Vorwoche.

Piraten werden zunehmend zur Randnotiz

Der Schwächeanfall der Union ist jedoch nicht der einzige Befund der von Forsa durchgeführten Umfrage. Auffallend ist auch, dass die Sozialdemokraten von den schlechten Werten der Konkurrenz nicht entscheidend profitieren können. Bei der Kanzlerfrage verharrt Steinbrück bei mageren 19 Prozent, in der Sonntagsfrage steigt der SPD-Wert nur leicht um einen Punkt auf 25 Prozent.

Kaum tröstlich ist da für die SPD die Stärke des Wunschkoalitionspartners. Bei den Grünen würden derzeit 16 Prozent der Befragten ihr Kreuzchen machen, ebenfalls ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Damit kommt Rot-Grün zusammen auf 41 Prozent. Satte Mehrheiten gäbe es für eine große Koalition oder schwarz-grün.

Die Liberalen legen einen Punkt zu, würden aber mit 4 Prozent den Sprung ins Parlament erneut verpassen. Für eine rot-grüne Regierungsmehrheit reicht es dennoch nicht. Schmerzhaft ist für die Strategen im Willy-Brandt-Haus dabei vor allem, dass die Linke mit 8 Prozent - das bedeutet ein Zuwachs um 1 Punkt - stark bleibt.

Die Piraten sacken in der Wählergunst dagegen weiter ab. Nur noch 2 Prozent wollen sie wählen, 1 Punkt weniger als noch in der Vorwoche. Einen so geringen Wert wiesen die seit Wochen in internen Diskussionen verstrickten Polit-Neulinge in der Forsa-Umfrage bisher noch nie auf.

Quelle: n-tv.de

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