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Putins Ukraine-Politik war der Anlass für die Sanktionen, die die russische Wirtschaft massiv belasten.
Putins Ukraine-Politik war der Anlass für die Sanktionen, die die russische Wirtschaft massiv belasten.(Foto: AP)

Minsker Abkommen nicht umgesetzt: Westen will Russland-Sanktionen verlängern

Auch wenn sich der Westen und Russland im Kampf gegen die IS-Terroristen annähern - die Sanktionen sollen einem Medienbericht zufolge in Kraft bleiben. Denn noch immer besteht der Grund für sie fort.

Die westlichen Sanktionen gegen Russland wegen der Krim-Annexion und der Ukraine-Krise sollen einem Zeitungsbericht zufolge trotz der sich abzeichnenden Zusammenarbeit im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verlängert werden. Eine Vorentscheidung dafür sei schon vor einer Woche am Rande des G-20-Gipfels in der Türkei getroffen worden, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf Teilnehmerkreise.

Während des G-20-Treffens in Antalya habe sich eine Fünfer-Runde darauf verständigt, an den Sanktionen festzuhalten, solange das Minsker Abkommen zum Ukraine-Konflikt nicht umgesetzt sei, berichtete die "FAS". An dem Treffen nahmen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) demnach US-Präsident Barack Obama, der britische Premierminister David Cameron, Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi und der französische Außenminister Laurent Fabius teil, der Frankreichs Präsident François Hollande nach den Anschlägen von Paris beim G-20-Gipfel vertreten hatte.

Die fünf Politiker gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass die Vereinbarungen von Minsk bis zum Ende des Jahres nicht erfüllt sein werden. Die Runde habe daher beschlossen, die zum Jahresende auslaufenden Sanktionen bis Juli 2016 zu verlängern.

Merkel reist am Mittwoch zu einem Treffen mit Hollande nach Paris. Am Donnerstag reist der französische Präsident dann zu einem Gespräch mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin nach Moskau. Laut der "FAS" soll der Besuch der Kanzlerin auch dazu dienen, dass Paris in der Sanktionen-Frage hart bleibt.

Quelle: n-tv.de

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