Politik

Inhaftierte Reporter ohne KontaktWesterwelle ermahnt Iran

26.12.2010, 13:39 Uhr

Die zwei im Iran inhaftierten Journalisten haben bislang auch an Weihnachten keinen Kontakt zu ihren Angehörigen. Außenminister Westerwelle appelliert nun an den Iran, ein Treffen wie versprochen zu ermöglichen.

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(Foto: dpa)

Außenminister Guido Westerwelle hat den Iran aufgefordert, ein

Treffen der beiden inhaftierten deutschen Journalisten mit ihren Angehörigen zu

ermöglichen. Westerwelle sagte der "Bild am Sonntag": "Ich möchte

meiner Erwartung Ausdruck verleihen, dass das Treffen mit den Angehörigen noch während

der Weihnachtstage zustande kommt." Die Zeitung berichtete, dass eine Schwester

eines Reporters sowie die Mutter des inhaftierten Fotografen Heiligabend nach Teheran

gereist waren, um ihre Angehörigen zu besuchen.

Für den ersten Weihnachtstag war nach den Angaben von iranischer

Seite eine Begegnung mit Bruder und Sohn angekündigt, dann aber telefonisch abgesagt

worden. Grund sei gewesen, dass die Reporter noch nicht vom nordiranischen Täbris

in die Hauptstadt verlegt worden waren. Von iranischer Seite sei deutschen Diplomaten

bedeutet worden, dass alles getan werde, um das Treffen am zweiten Weihnachtstag

doch noch stattfinden zu lassen.

Die beiden Reporter waren am 10. Oktober bei dem Versuch verhaftet

worden, in Täbris den Sohn und den Anwalt von Sakineh Mohammadi-Aschtiani zu interviewen,

die wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt worden ist. Seither sitzen sie im Gefängnis

der Provinzhauptstadt Täbris. Sie sollen gegen Visa-Regelungen verstoßen haben.

Westerwelle hatte den Iran bereits aufgefordert, die beiden noch vor

Weihnachten freizulassen.

Quelle: dpa/rts