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Blumen und Beileidsbekundungen am Tatort in Istanbul.
Blumen und Beileidsbekundungen am Tatort in Istanbul.(Foto: dpa)

Anschlag in Istanbul: Zehn Verdächtige verhaftet

Die Ermittlungen nach dem verheerenden Terroranschlag vor der Hagia Sophia dauern an. Erste Verdächtige wurden nun von der türkischen Justiz inhaftiert. Ihnen wird "Mitgliedschaft in einer bewaffneten terroristischen Vereinigung" vorgeworfen.

Nach dem Anschlag von Istanbul mit zehn deutschen Todesopfern hat die türkische Justiz zehn Verdächtige inhaftiert und Strafverfahren gegen sie eröffnet. Ihnen werde "Mitgliedschaft in einer bewaffneten terroristischen Vereinigung" und vorsätzliche Tötung vorgeworfen, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Zur Nationalität der Verhafteten wurden keine Angaben gemacht. Sechs weitere Verdächtige, die einem Richter vorgeführt worden waren, wurden wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der türkische Innenminister Efkan Ala hatte von sieben Festnahmen im Zuge der Ermittlungen zu dem Anschlag gesprochen, für den die türkischen Behörden die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich machen. Bei dem Anschlag vor der Hagia Sophia hatte ein Selbstmordattentäter zehn Deutsche mit in den Tod gerissen, sieben weitere wurden verletzt.

Eine Verbindung des Täters nach Deutschland oder einen gezielten Anschlag auf deutsche Staatsbürger sieht das Bundeskriminalamt (BKA) nicht. "Es war ein gezielter Anschlag auf Touristen in der Türkei. Der Täter hat sich eine größere Reisegruppe ausgesucht, aber nach derzeitigen Erkenntnissen offenbar nicht gezielt eine deutsche", sagte BKA-Präsident Holger Münch der "Bild am Sonntag".

Quelle: n-tv.de

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