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Kroatisch-slowenische Grenze: Zelte in Brezice brennen nieder

Erste Live-Bilder vom Unglücksort: Die Lage vor Ort sei "äußerst angespannt", berichten Augenzeugen.
Erste Live-Bilder vom Unglücksort: Die Lage vor Ort sei "äußerst angespannt", berichten Augenzeugen.(Foto: n-tv)

An der kroatisch-slowenischen Grenze sind Zelte eines Auffanglagers für Flüchtlinge niedergebrannt. Das Lager befindet sich nahe dem Ort Brezice. Fernsehbilder zeigten hohe Flammen und anrückende Rettungskräfte.

Nach Darstellung lokaler Medien hatten unzufriedene Flüchtlinge das Feuer in dem Lager Brezice gelegt. Die Behörden nannten zunächst keine Ursache. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Nach Darstellung der slowenischen Zeitung "Delo" brannten zwei Drittel der provisorischen Unterkünfte ab.

Offenbar herrschte große Unzufriedenheit bei den gestrandeten Flüchtlingen, die um jeden Preis nach Mitteleuropa, hauptsächlich nach Deutschland, weiterreisen wollen. Auf der Balkanroute kommt es derzeit zu einem Rückstau der Flüchtlinge, weil Serbien, Kroatien und Slowenien immer wieder Grenzen schließen oder nur eine bestimmte Anzahl pro Tag abfertigen.

Die kleinen Staaten sind mit der hohen Zahl von Migranten überfordert. Das slowenische Parlament billigte den Einsatz des Militärs. Am Vormittag zählten die Behörden rund 11.000 Flüchtlinge in dem kleinen EU- und Schengenland.Die Regierung hatte die tägliche Kapazitätsgrenze mit 2500 Menschen angegeben.

Im Grenzgebiet zwischen Kroatien und Slowenien ist die Lage dramatisch. Flüchtlinge aus Syrien und anderen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens harren an den Grenzen bei starkem Regen aus. Reporter vor Ort berichten, dass viele der Menschen krank oder erkältet seien, vor allem die Kinder seien betroffen.

Quelle: n-tv.de

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