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Die "USS Ronald Reagan" ist mit 333 Metern Länge, rund 40 Metern Breite, 103.000 Tonnen Gewicht und rund 5700 Mann Besatzung ein sogenannter "Supercarrier".
Die "USS Ronald Reagan" ist mit 333 Metern Länge, rund 40 Metern Breite, 103.000 Tonnen Gewicht und rund 5700 Mann Besatzung ein sogenannter "Supercarrier".(Foto: U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Nathan Burke/Released)

Trump erhöht Militärpräsenz: Zweiter Flugzeugträger fährt nach Korea

Nach dem jüngsten Raketentest durch Kim Jong Un verlegt die US-Marine einen zweiten Flugzeugträger vor die Koreanische Halbinsel. Beide Schiffe sollen gemeinsame Militärübungen durchführen.

Die Seestreitkräfte der USA haben mit der Verlegung eines weiteren Flugzeugträgers zur Koreanischen Halbinsel begonnen. Bereits am Dienstag machte sich die "USS Ronald Reagan" auf den Weg, wie "CNN" unter Berufung auf nicht näher genannte Regierungsmitglieder berichtet. Dort soll sie den Flugzeugträger vor Ort, die "USS Carl Vinson", bei einer Vielzahl gemeinsamer Militärübungen unterstützen.

Grund dafür sei die weitere Eskalation der Lage in dieser Region im Zusammenhang mit dem jüngsten Test einer ballistischen Rakete seitens des kommunistischen Landes. Mit den beiden Kriegsschiffen wolle man die Sicherheit in der Region gewährleisten, heißt es weiter.

Die "USS Carl Vinson" war aus Sorge vor Nordkoreas fortschreitendem Atomprogramm bereits Anfang April in die Region verlegt worden. Beide Schiffe gehören zur Nimitz-Klasse. Zu der Flugzeugträgergruppe gehören ein Kampfflugzeug-Geschwader, zwei Lenkwaffenzerstörer, ein Kreuzer sowie weitere Begleit- und Versorgungsschiffe.

In den vergangenen Monaten testete Pjöngjang mehrfach Raketen mit großer Reichweite. Der jüngste Raketentest fand in der Nacht zum Sonntag statt. Am Montag bestätigte Pjöngjang offiziell den Start einer ballistischen Mittelstreckenrakete vom Typ Hwasong-12. Die Rakete soll 30 Minuten lang geflogen und eine Strecke von 800 Kilometern zurückgelegt haben. Sie sei im Japanischen Meer gelandet.

Der neue südkoreanische Staatschef Moon Jae In hatte die Wahrscheinlichkeit militärischer Zusammenstöße entlang der Grenze zu Nordkorea als "hoch" eingestuft. Das Präsidialamt zitierte den Staatschef am Mittwoch mit den Worten: "Die Realität sieht so aus, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen militärischen Konflikt [...] an der Demarkationslinie gibt." Das Atomwaffen- und Raketenprogramm des nördlichen Nachbarn sei in jüngster Zeit schnell vorangekommen. Südkorea sei aber bereit und in der Lage, bei einem Angriff Nordkoreas zurückzuschlagen.

Quelle: n-tv.de

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