Suche
hier klicken, um den Ort für die Startseite festzulegen
Berlin
17
MO 12° / 24°
DI 12° / 21°
Kommentare
Geschafft: Schwarz-Gelb hat unter Führung von Kanzlerin Merkel die Energiewende vollzogen.

Geschafft: Schwarz-Gelb hat unter Führung von Kanzlerin Merkel die Energiewende vollzogen.
(Foto: REUTERS)

Montag, 30. Mai 2011

Schwarz-Gelb einigt sich auf 2022: Merkel zum Ausstieg gezwungen

Ein Kommentar von Till Schwarze

Schwarz-Gelb beschließt den Ausstieg aus der Kernkraft bis 2022 und folgt damit dem Atomkonsens der rot-grünen Bundesregierung, der in Wirklichkeit kein Konsens war. Erst jetzt ist der Ausstieg unumkehrbar – die Katastrophe von Fukushima macht's möglich. Überzeugungstäter sind Union und FDP aber nicht.

Aus Fehlern lernt man eben doch am besten: Zu spät begriff die schwarz-gelbe Bundesregierung, welch großen Schaden sie 2010 mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg angerichtet hatte. Mit der Laufzeitverlängerung für die deutschen Kernkraftwerke betrieben Union und FDP Politik gegen die Mehrheit der Bevölkerung und setzten sich zugleich dem Ruf aus, Erfüllungsgehilfe der Atomkonzerne zu sein. Die Quittung für diesen Fehler folgte bei den Landtagswahlen. Die Atompolitik wurde fortan zum wunden Punkt der Bundesregierung. Union und FDP verloren Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

Erst die Katastrophe von Fukushima machte eine Kehrtwende in der Energiepolitik möglich. Sie führte allen politisch Verantwortlichen noch einmal vor Augen, welch enorme Risiken Kernkraft als Energiequelle birgt. Zugleich bestärkte sie die Mehrheit der Deutschen in ihrer Ablehnung gegenüber der Atomkraft und ließ das Lager der Gegner weiter wachsen. Das musste auch Schwarz-Gelb erkennen, das die Katastrophe zum Anlass nahm, eine 180-Grad-Wende zu vollziehen.

Nun sind Schwarz und Gelb dort angekommen, wo Rot und Grün Deutschland schon einmal hingebracht hatten. 2022 sollen die letzten Atomkraftwerke abgeschaltet werden, das stand so auch schon 2000 im Atomkonsens der Bundesregierung. Union und FDP mussten erst eine Rolle Rückwärts machen, um auf Höhe der Zeit zu landen.

Es brauchte Schwarz-Gelb

So ärgerlich dieser Rückschritt gewesen ist, so notwendig war doch der durch Fukushima und Wahlniederlagen erzwungene Lernprozess für Schwarz-Gelb und das schwindende Lager der Atomkraftbefürworter. Denn der rot-grüne Atomausstieg aus dem Jahr 2000 war kein gesellschaftlicher Konsens, der alle maßgeblich relevanten politischen Gruppen einband. Union und FDP hatten stets ihre Ablehnung deutlich gemacht und damit für einen Teil der Bevölkerung gesprochen. Und so, wie nur eine SPD-geführte Koalition die Reform der Sozialleistungen durchsetzen konnte, kann nur eine konservativ-wirtschaftsfreundliche Regierung die Wende in der Energiepolitik auch bei den Gegnern in den eigenen Reihen durchsetzen. Der Weg dorthin war für die Regierenden in beiden Fällen schwierig und hat ihnen jeweils politischen Schaden zugefügt.

 
Umfrage Atomausstieg bis 2022: Reicht das?

Ist ein Atomausstieg bis 2022 schnell genug?

Alle Umfragen Ergebnis

Der historische Moment der Entscheidung sollte trotz allem gewürdigt werden: Deutschland steigt endgültig aus der Atomkraft aus. Dieses Mal wirklich unumkehrbar, weil alle wichtigen politischen Kräfte hinter dem Ziel der Energiewende stehen. Und noch einmal können Union und FDP nicht den Ausstieg vom Ausstieg vollziehen. Zu hart waren die politischen Kämpfe, zu groß wäre der Vertrauensverlust.

Ärgerlich bleibt aber die verlorene Zeit und Energie, die durch das Hin und Her in der schwarz-gelben Atompolitik verschwendet wurden. Wie viel mehr hätte die Bundesregierung schon für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze tun können, anstatt die Arbeit in unnütze Gesetze zur Laufzeitverlängerung zu stecken. Aber vielleicht hat Schwarz-Gelb ja auch in diesem Punkt etwas gelernt.

Video
Fahrplan zum Atomausstieg
SPD signalisiert Zustimmung
Mediathek
Artikel versenden

Schwarz-Gelb einigt sich auf 2022: Merkel zum Ausstieg gezwungen

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Kommentare
Fernschreiber schreibt:
30.05.2011 11:56

So oder so: Jetzt ist es endlich vorbei mit der Atomkraft. Darüber sollten wir froh sein und hoffentlich ist damit jetzt neldiche Shcluss mit der Atomdebatte. Wir sollten uns jetzt schnell um den Ausbau der Stromnetze kümmern.


Roger schreibt:
30.05.2011 12:15

Der Ausstieg war auch unter SCHWARZ-GELB vorhanden. Nur kann eben keiner auf das Geld von den AKW-Betreibern verzichten. Von daher war die ursprüngliche Verlängerung auch dafür gedacht, erneuerbare Energien zu fördern. Diese Sonderabgaben fallen nun weg. Die AKW-Gegner haben mit ihren Demos den für einen schnellen Ausstieg - den Umstieg eher verhindert.


Norbert Krüger schreibt:
30.05.2011 12:22

Wirklich ärgerlich ist nicht die verlorene Zeit und Energie in den Jahren seit 2000, sondern das die Politik nicht schon in den Jahren um 1980 herum auf z.B. die Brokdorfdemonstrationen mit dem Ausstieg aus der Kernenergie reagiert hat. So mußten erst die Supergaus in Tchernobyl und Fukushima mit all ihren unvorstellbaren und unübersehbaren Folgen für Menschen und Umwelt passieren, um den handelnden Personen die Augen zu öffnen. Da müssen sich gleich mehrere Politikergenerationen verantwortlich fühlen. Die jetzt erforderlichen Stromnetze für die erneuerbaren Energien hätten schon lange fertig sein können.


Fragezeichen schreibt:
30.05.2011 12:29

Die Wahlen gingen für die CDU nicht wegen Fukushima verloren. Diese Katastrophe warf und wirft lediglich ein Licht auf die soziale Inkompetenz von Schwaz/Gelb. Sanktioniert und abgestraft wurde die Regierung mit Sicherheit auch wegen Fukushima, hauptsächlich aber wegen ihrem Versagen im sozialpolitischen Bereich. Wer es als Regierung hinnimmt, dass Menschen für 7,79 € Brutto/Stunde arbeiten wird eben sanktioniert. Aus dem selben Grund ist die SPD bei der letzten Wahl auf ihr historisches Tief gefallen, ebenso wird es der CDU ergehen. Die Grünen mögen zwar einen Höhenflug haben, dass ist aber wirklich nur die Folge der Atomkatastrophe. Nur mit Kompetenz in der Energiepolitik lässt sich ein Land wie die Bundesrepublik nicht regieren. Baden Württemberg wird dies mittlelfristig zeigen. Aber auch die CDU wird mit diesem Austieg nicht punkten, es ist schlichter Populismus einer bisher in allen Bereichen vollkommen untätigen Regierung, die nur dann reagiert, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.


Howie schreibt:
30.05.2011 12:43

Die Beschlüsse der Koalition vom 29.05. sind energiepolitisch und wirtschaftspolitisch katastrophal, klimaschädlich und überdies handwerklich dilettantisch umgesetzt. Das Moratorium oder die jetzt beschlossene endgültige „Abschaltung“ von 7 AKW sind grob rechtswidrig und werden zu berechtigten Klagen der betroffenen Unternehmen führen. M.E. werden diese Verwaltungsstreitverfahren für den Bund zu einem juristischen Waterloo. Wesentliche Fragen sind ungeklärt: Will man dezentralen Strom durch BHKW und Mikro-BHKW im EFH? Dann braucht man keine Fernleitungen; aber das ist nicht wirklich regenerativ. Will man Windkraft, dann braucht man Trassen. Dann braucht man aber mind. 15 Jahre. Die „Fachleute“, die da am Werk sind, wissen nämlich nicht, wie lange Planfeststellungsverfahren dauern. Und wer soll die Gaskraftwerke bauen und die neuerdings klimaschonenden Kohlekraftwerke? Die Stadtwerke vielleicht? Oder doch die „bösen“ großen Energieunternehmen, denen mit diesen Beschlüssen massive Lasten ohne materiell tragfähige Rechtsgrundlage aufgebürdet werden? Haben wir schon vergessen, dass in Wiesbaden massivster Widerstand gegen ein Kohlekraftwerk entstanden ist, der das Projekt m.W. gekippt hat? Welche Konsequenz fachlicher Art gilt es denn aus Fukushima zu ziehen? Warum sind die deutschen AKW nach diesem Ereignis unsicherer und welchen Maßstab lege ich warum an? Aber klar ist, dass wir 2022 aussteigen!!!


aussifriend schreibt:
30.05.2011 12:44

Na endlich, es ist geschafft. Ich verstehe nur nicht, dass die Diskussion immer nur um die Atomstromerzeugung geht. Das eigentliche Problem, welches selbst für die international hoch angesehenen Wissenschaftler aus Deutschland nicht lösbar ist, ist doch wohin mit dem Müll!!! Der begleitet uns noch viele Generationen lang, ohne Hoffnung auf eine sichere Endlösung.


Andreas Döring schreibt:
30.05.2011 12:49

Der Kommentator sollte nicht vergessen, dass Union und FDP VOR der Bundestagswahl 2009 klar gesagt haben, dass sie eine Laufzeitverlängerung anstreben. Insofern war jedem Wähler bekannt, welche Politik er wählt, wenn er CDU/CSU/FDP seine Stimme gibt. Es gab eine ganz klare Mehrheit für CDU/CSU/FDP bei der Wahl 2009, und somit auch für die Laufzeitverlängerung! Somit ist die Behauptung des Kommentators schlicht falsch, dass Schwarz-Gelb gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung gehandelt hätte. Das Gegenteil ist der Fall gewesen - SPD und Grüne haben eben genau KEINE Mehrheit bei der Wahl 2009 erhalten, und damit auch deren Position, den vermeintlichen Atomkonsens, der auch nur unausgegoren war, beibehalten zu wollen. Diese Tatsache ist nun einmal so, auch wenn es einige aus parteitaktischen Gründen jetzt umdeuten wollen....


willi schreibt:
30.05.2011 12:50

bei dem Ausstieg aus der Kernenergie werden wichtige Punkte von den Idologen übersehen. 1. werden wir fossile Kraftwerke brauchen, die für die Grundlast sorgen, dadurch wird der co2 Ausstoß erhöht wen kümmert aber die Ererwärmung in weiter Zukunft 2. werden die erforderlichen Leitungen und Speicher nicht in 10 Jahren zu bauen sein. Der Deutsche Wutbürger wird dies mit Prozessen usw. zu verhindern wissen. Zu Fragezeichen: es zeugt von unheimlichem Sachverstand, wenn der Schreiber darauf hinweist, daß die Regierung hinnimmt, daß Menschen für EUR 7,79 /Stunde arbeiten. 1. ist keine Frage der Regierung 2. richtet sich die Entlohnung nach der Produktivität und nicht danach, was z.B. jemand für seinen Lebensunterhalt braucht. Wer dieses Einmaleins der Betriebs- und Volkswirtschaft ignoriert, hat demnächst Verhältnisse wie in der ehemaligen DDR.


solaris schreibt:
30.05.2011 12:55

@Howie: ich arbeite in der Branche der erneuerbaren Energien und finde es immer wieder amüsant, wenn Fakten der Energieversorger via Medien so oft wiederholt werden, bis es die Wahrheit darstellt und dann von jedem als Fakt angesehen wird. Unser Stromnetz bedarf zwar eines Ausbaus, genau wie die erneuerbaren Energien, aber es ist bei Weitem nicht so instabil, wie uns glaubhaft gemacht werden soll. Auch sind die erneuerbaren Energie nicht teuer! Schon ab 1.1.2012 haben wir die Gridparity bei Solarstrom, von Wind ganz zu schweigen. Und wodurch wurde dies hervorgerufen, durch das EEG. Es diente der Anschubfinanzierung, genau wie 1955-1960 der Anschub vom Atom. Bis 2021 halte ich für ein gutes Konzept. Nur wenn der Staat den Druck erhöht, wird etwas passieren. Dies ist genau die Aufgabe des Staates. Die großen Vier in D werden im Zuge der erneuerbaren Energien noch viel viel mehr verdienen, als jetzt schon. Sie leiten Strom von S nach N und von O nach W und egal wohin der Strom fließt, sie verdienen 3,4cent netto/kWh.


seven schreibt:
30.05.2011 13:13

- Vergessen und Verdrängen war schon immer unser größtes Problem. - Mit diesem Kommentar möchte ich betonen das es nicht endlich soweit ist, daß wir aus der Atomkraft aussteigen, sondern leider erst jetzt. Des weiteren muß gesagt werden das es sich Hauptsächlich um Altlasten - Entscheidungen einer vorran gegangen Generation handelt, die uns alle in solch eine Lage brachten. Mit der Begründung, die Technik sei sicher. Gleiches gilt für die regenerativen Energien. Nur sagte man hier, das sei alles zu teuer. Es ist beschähment zu sehen wie Menschen, in deren Verantwortung es lag sich um die Zukunft ihrer Kinder zu kümmern, nun Kopflos nach Ausreden suchen um ihre offensichtlich falschen Entscheidungen zu rechtfertigen. 2020 ist zu spät, morgen könnte es bereits zu spät sein, jeder Zeit kann etwas passieren. Würde man sein Kind einer Gefahr mit diesen Konsequenzen aussetzen? Es geht nicht um ein zerschlissenes Knie, einen blauer Fleck, selbst ein Beinbruch ist kein Vergleich mit der Zerstörungskraft eines einzelnen strahlenden Atoms. Für Millionen Jahre wird es dort kein gesundes Leben mehr geben, vielleicht sogar gar kein Leben mehr. Die Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben und wir sind völlig Machtlos. Wir können nichts weiter tun als eine immer größere Mauer zu bauen und zu hoffen. Wie lange wollen wir, das Volk, uns diesem Risiko noch aussetzten? Die Arabischen Länder zeigen uns wie wir mit lügnerischen und betrügerischen Politikern umgehen müßen. Es braucht dazu nur den Willen, keinen Kampf, zeigen wir das wir regieren und das unser Wille Gesetz ist und nicht der einiger weniger.


MDS schreibt:
30.05.2011 13:15

Die Regierung hat vor der Dämlichkeit der deutschen Bevölkerung kapituliert, weil sie glaubt nur so weiter bestehen zu können. Das wird jedoch der Beginn eines jahrzehntelangen Rückschritts in der Energieversorgung einläuten und eine wirtschaftliche Rückwärtsbewegung in Gang setzen. Wenn das klar wird ist es allerdings zu spät. Die ganze Welt wird über die dummen Deutschen lachen und sich freuen, dass wir uns endlich den Schaden selbst fügen, den die anderen durch wirtschaftliche Unterlegung bisher nicht zustande gebracht haben. Um uns herum werden weiter Kernkraftewerke gebaut werden, die deutsche Technologie wird sterben, die qualifizierten Ingenieure gehen nach Frankreich, China, Indien, Russland, Indonesien usw. Statt gemeinsam an der Sicherheit zu forschen und diese umzusetzen, überlassen wir ín einmaliger Engstirnigkeit das Feld dem Rest der Welt. Hier werden wir dann versuchen uns mit häßlichen Windrädern die Landschaft zu verschandeln natürlich nur dort wo niemand wohnt und keine Enten brüten und zu glauben damit für die Zukunft gerüstet zu sein. Nur die Deutschen glauben durch die Fehler, die in Fukushima begangen wurden hätte sich die Welt geändert. Es wird sich herausstellen, dass die neuen Kernkraftwerke immer besseren Sicherheitsanforderungen genügen und kein Land uns folgen wird. Armes Deutschland, im wahrsten Sinne des Wortes!


michael schreibt:
30.05.2011 13:17

Bei der Abstimmung hier fehlt eine Option Der Ausstieg ist zu schnell. Der jetzige Ausstieg ohne Not macht keinen Sinn. Es werden jetzt deutlich mehr fossile Rohstoffe verbrannt werden. Das verschlechtert die CO2 Bilanz und wird zur Verstärkung des Klimaproblems beitragen. Man darf uneinig sein ob es Sinn macht ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen oder stattdessen lieber die Gewissheit der Klimakatostrophe zu akzeptieren. Anscheinend sind die bisherigen Klimaschützer jetzt nicht mehr so vom Klimawandel überzeugt. In der Folge müssten also viele Einschränkungen zurückgenommen werden die sich auf Klimaschutz beziehen. Ich habe meine Konsequenzen aber schon gezogen. Mein Bahn-Abo ist gekündigt Auslöser waren die Streiks der GDL. Stattdessen fahre ich jetzt mit dem Auto und verbrauche keinen Atomstrom.


Fragezeichen schreibt:
30.05.2011 13:25

@willi Es dreht sich hier nicht um das Einmaleins der Volkswirtschaftslehre, es dreht sich um das, was der Wähler fühlt. Wenn jemand trotz Vollbeschäftigung Aufstockung über Hartz IV benötigt, um sein Leben zu fristen, dann kann das nicht im Interesse der Volkswirtschaft liegen. Eine Regierung bzw. die Politik kann hier schon gegensteuern, offensichtlich macht sich diese Erkenntnis auch innerhalb der CDU breit, zumindest den aktuellen Berichten hier auf ntv zufolge. Das ein solches Gegensteuern zu Zuständen wie in der DDR führen würde, halte ich ehrlich gesagt, für ein unsachliches neoliberales Pseudoargument, dass zur Konsequenz hat, das mehrere Millionen Bürger unseres Landes vom der eigenverantwortlichen Teilnahme am sozialen und wirtschaftlichen Leben auf Dauer ausgeschlossen werden. Das aber nur am Rande, das Thema ist ja der Atomaustieg bis 2022, bzw. der Kommentar hierzu auf ntv. Ich bin eben der Meinung, dass dieser Ausstieg rein populistischer Natur ist. Die Debatte über Endlagerung wird noch auf uns zukommen, Bayern hat sich ja nach Jahrzehnten der Blockade hier endlich geöffnet. Aber, was ja auch hier angeschnitten wurde: Wie sieht es denn aus, wenn neue Trassen gebaut werden müssen? Durch ein Naturschutzgebiet bsw. Wer wird da wohl klagen? Ich persönlich bin der Auffassung, dass Atomkraft zu risikoreich ist, in der Sache begrüße ich daher den Ausstieg, ABER sind wir bereit, notfalls ein kleineres Übel zu wählen? Einen Tod müssen wir ja sterben.


Rudi schreibt:
30.05.2011 13:56

Die ewig Gestrigen CDU-FDP haben auf Druck der Bevölkerung und der damit verbundenen Wahlen mit großem Aufwand Ethik-Kommisionund der Rolle rückwärts das verkündet, was unter Rot-Grün schon gesetzmäßig beschlossen war, gesund für unser Land und ganz Europas ist. Man kann sicher sein, daß auch Frankreich und andere Atom Staaten diesen Weg gehen müssen, auch wenn z.Zt. durch Korruption und Vetternwirtschaft dort an den AKW`s festgehalten wird. Gezwungener Maßen hat Deutschland damit die Zukunft eingeleutet, bei der Deutschland bei immer knapper werdenden Recourcen zeigen kann, wozu kluge Köpfe bei uns fähig sind! Daß die trixende und immer wieder hinterher regierende Frau Merkel lernfähig war, sichert nun ihre weitere, unwürdige Kanzlerschaft! Unter Merkel haben wir in Deutschland eine Regierung, die sich selbst zu Recht Gurkentruppe nennt und keinen Schuß Pulver taugt! Deutschland braucht endlich wieder eine handlungsfähige Regierung, die nicht nur die Schicki-Micki Gesellschaft im Auge hat, sondern unser gesamtes deutsches Volk. Aber wie man in Spanien sieht, können sich die Verhältnisse schnell ändern, wenn auch die deutsche arbeitende Bevölkerung sehr leidensfähig ist!


Howie schreibt:
30.05.2011 14:05

@Solaris Keines meiner Argumente haben Sie entkräftet. Wenn wir auch nicht tausende Kilometer Stromtrassen zusätzlich benötigen; auch wenn wir nur eine Trasse benötigen, brauchen wir hierfür ein Planfeststellunsgsverfahren. Und da sind 10 Jahre nur für dieses Verfahren Standard, wenn nicht untere Grenze. Gebaut ist dann noch kein Meter Trasse! 2022 wird daher nicht zu halten sein. Ansonsten gilt das was ich oben schrieb: Die ganze Diskussion wird sehr emotional, ohne fachliche Durchdringung und Planung und ohne Rechtskenntnis geführt.


Pasys schreibt:
30.05.2011 14:15

Man muss sich schämen ein Deutscher zu sein!! Dumm und Naiv wird alles geglaubt was jemand Ökos sagen und in ein paar Jahren wenn die Preise ins unermessliche steigen und die Wirtschaft total untergeht, heulen alle. Was ist an Deutscher nicht Japanischer Atomenergie unsicher? Über stehen wir keine 10.0 Erdbeben ? oder kommt der Tote Osama vom Himmel? Ihr solltet nicht auf ein Grünen hören, die interessieren sich nicht für die Menschen, das wohlbefinden ist ihnen egal. Ich will jedenfalls nicht wie im Mittelalter Leben. Deutschland braucht eine neue Starke Partei, ohne Öko und Sozial - Kommunistische Themen.


Daytona schreibt:
30.05.2011 16:11

Und wieder mal zeigt sich Deutschlands Politik von ihrer rückradlosen Seite. Getrieben von der Hoffnung verlorene Wählerstimmen wiederzugewinnen steuert unser politischen Narrenschiff immer weiter in Richtung Abgrund. Während in Japan immernoch nach Ursachen gesucht wird, ist dank medialer Verdrehung der Tatsachen eine sachliche Diskussion gar nicht mehr möglich. Ein so komplexes Thema wie die Kernenergie lässt sich eben leichter dramatisieren, als kompetent und sachgerecht darüber aufzuklären. Aber anfangen muss man ganz woanders denke ich. Wenn Politiker in einer aktuellen Stunde lieber mit ihrem Smartphone spielen, als sich die Rechtferigung des eben noch vorwurfsvoll beschuldigten Kollegen anzuhören, um dann doch nur mit respektlosen Zwischenrufen und kindlichem Gelächter ihre Respektlosigkeit unter Beweis zu stellen, hört Politik für mich auf. Wie soll ich meinen Kindern Respekt fürs Leben beibringen, wenn es die vom Volk gewählten Vertreter nicht einmal 5 Minuten schaffen?! Damit fängt das eigentlich Problem doch an. Egal ob Plagiatsvorwürfe, Einführung eines neuen Kraftstoffes, oder der Erhalt einer umstrittetn, meiner Meinung aber nach beherrschbaren Energiegewinnung, Diskussionen auf der Sachebende sind schlichtweg nicht möglich.Es stimmt grundsätzlich etwas nicht in unserem System und die Gemüter kochen zunehmend immer stärker. Ich bin Befürworter der Kernenergie und verstehe nicht wie Tatsachen und Fakten so verdreht werden können. Die sichersten KKW der Welt, eine hohes Maß an Kontrollorganen zur Überwachung der Abläufe und ein technisches Know-How das weltweit einzigartig ist, reichen scheinbar nicht aus. Ganz zu schweigen von den gut 30.000 hochmotivierten Mitarbeitern der Betriebsmannschaften. Schade das auch hier wieder Machtgelüste und das streben nach Geltungsbedürftigkeit unserer Politiker gesiegt haben...


music schreibt:
30.05.2011 16:13

Amtomaustieg sicherlich ok. jedoch hätte ich mir vorher eine genauere Planung gewünscht und vor allen Dingen, dass unsere Nachbarländer sich auch Gedanken darüber machen. Was nutzt es, wenn wir alle abschalten und die Nachbarn gehen nicht aus der Atomenergie raus, bzw. rüsten noch auf oder bauen neue


willi schreibt:
30.05.2011 16:15

Hallo Fragezeichen, was den Atomausstieg anbelangt stimmen wir weitgehend überein, wobei ich sagen muß, daß Pasys mit seinem Statement durchaus recht hat. Insbesondere die Planungsphasenincl. der folgenden Gerichtsverfahren sind in Deutschland unendlich lange. Nicht zustimmen kann ich jedoch der zweiten Frage nach den von Die angesprochenen Löhnen. Entscheidend für eine vernünftige Politik kann nicht das sein was ein Wähler fühlt, wobei es sehr unterschiedliche Wähler mit unterschiedlichem Gefühlten gibt. In der Politik umgesetzt werden sollte das, was nach reiflicher Überlegung, mit Fachleuten unterschiedlicher Schule beraten, als richtig angesehen wird. Wenn der Wähler das dann nicht honoriert muß ich halt in die Opposition. Alles andere ist blanker Opportunismus, der sich früher oder später recht. Von solchen Opportunisten haben wir leider schon genug. Es ist sicher nicht im Interresse einer Volkswirtschaft, wenn weite Bevölkerungskreise abgehängt werden. Deshalb ist es auch richtig, daß Löhne aus Tätigkeiten mit geringer Produktivität vom Staat aufgestockt werden. Ein Unternehmer wird keinen Mitarbeiter anstellen, der einen Lohn oberhalb seiner Produktivität beansprucht. Dieses kleine Ein mal Eins der Betriebswirtschaft als unsachliches neoliberales Pseudoargument zu bezeichnen ist nicht zielführend und vollkommen an der Sache vorbei. Das Ziel einer ausgeglichenen Gesellschaft, das ich für sehr wichtig halte, kann nicht dem Unternehmer aufgebürdet werden, es handelt sich vielmehr um ein gesamtgesellschaftliches Ziel, das auch von der Gesellschaft getragen werden muß.


Bauerausleidenschaft schreibt:
30.05.2011 16:22

Ich finde es richtig das Sie die Atommeiler abschalten Man muss keine Kohlekraftwerke bauen! Man kann dies auch mit Gaskraftwerken erreichen! Und wenn man dann diese noch so ausrüstet das Sie mit normalen Gas und nachgerüstet werden können das sie mit Biogas der 2 Generation funktionieren dann hat man einen schönen übergang zu erneuergaren energien! Gaskraftwerke kann ich überall bauen diese sind Sauber und ich brauch weniger Stromtrassen. Ich weis nicht in wieweit das gasnetz ausgebaut ist das man an standort A das gas prodoziert und an standort B in Bayern oder Badenwürttenberg das Gaskraftwerk hat und je nach bedarf strom produziert. Denn eins sollte man auch nicht vergessen Gaskraftwerke können wunderbar so oft man will hoch und runtergefahren werden! Wenn die Sonne scheint und der Wind sehr bläst schaltet man Sie ab und wenns nicht so ist fährt man Sie hoch Und auserdem wir haben doch noch 10 Jahre und wissen schon seit 10 Jahren das die Atommeiler abgestellt werden sollten. Und jeder der jetzt schreit scheise wir brauchen noch trassen usw. Der hat seine Hausaufgaben nicht gemacht!!!!!!!!! Viele städte haben sich schon jetzt darauf eingestellt das die Mailer abgeschaltet werden. Und haben in erneuerbare energien investiert. Und das einzige was jetzt weniger fliest sind die Dividenden der Aktionäre von RWE EON ENBW und Wattenfall. Weil die Unternehmen sind jetzt gezwungen wenn sie geld verdienen wollen zu investieren in erneuerbare Energien und das sollte uns doch freudig stimmen! Der strom wird so oder so jedes jahr teuer ob die meiler laufen oder nicht! Siehe die letzten 10 Jahre!


Willi schreibt:
30.05.2011 16:30

Deutschland braucht wieder eine rechtliche Beständigkeit ohne dass alles und jedes auf Kosten der Gemeinschaft immer wieder infrage gestellt wird. Für viele besteht einzig und allein der Wunsch, es soll so weiter gehen in meinem Umfeld wie bisher. Es kann noch nicht einmal ein Bahnhof oder eine Stromtrasse gebaut werden geschweige denn ein Kraftwerk. Es bleibt nur zu hoffen dass allen Grundlastabschaltern derzeit bekannt ist, dass durch die Abschaltung dieser Grundlast in der Energieversorgung auch ein Teil der Sicherheit der vorhandenen Atomreaktoren verloren geht, da eine dauerhafte Kühlung der Reaktoren immer unter allen Umständen gesichert bleiben muß. Durch die Grundlastsenkung vertrauen wir immer mehr nur der Notstromversorgung der AKW`s. Das erste Standbein der Kühlung der AKWs Grundlast sicheres Energienetzist damit weg.


Marty schreibt:
30.05.2011 16:34

Der Ausstieg aus der Atomernergie ist unüberlegt und dient allein der Wahltaktik. Wenn in Deutschland im Winter 2011 erstmals ein Blackout Lichter und vor allem Heizungen ausgehen lässt und ab 2012 Umverteilungspolitiker hervorragende Argumente für weiter steigende Strompreise haben, werden wir alle sehen, dass vor allem Hartz-IV-Ökos, Sozialdemokraten und alle anderen Opportunisten nach bezahlbarem Strom rufen, egal wo er herkommt. Zielführender wäre es für eine Industrienation wie Deutschland gewesen, statt den ewig Ängstlichen wegen einer Wahlstimme zu folgen, the best and brightest an die Unis zu bringen und intensiv zu forschen, um den Prozess der Atomenergieerzeugung einfacher, das Recycling besser und die Endlagerung anzugehen. ... Schaden vom Land abwenden lautet die Eidesformel, auch für Frau Merkel. Na ja, hat unsere Weltpolitikerin wohl nicht mehr in Erinnerung. Sollte eine Partei gegründet werden, die diesen Wahnsinn korrigiert bevor der Strom unbezahlbar wird und nur noch privilegierte Politiker und Hartz-IV-Ökos 24/7 Strom haben, meine Stimme bekommt die Neue.


Christine schreibt:
30.05.2011 17:33

Fast alle sind glücklich über den Atomausstieg und malen eine rosagrüne Zukunft in den Himmel. Wir guten Deutschen produzieren ökologisch - Welt, folgt uns. Ich bin da skeptisch, sehr skeptisch. Es sind die kleinen Meldungen, die mich nachdenklich stimmen. Da lese ich, dass das größte Sonnenkraftwerk Europas in Spanien ans Netz geht. Unter traumhaften, in Deutschland nie erreichten Bedingungen wird dort Solarstrom produziert. In einer kleinen Meldung heißt dazu: Der Spanische Staat muss dieses Kraftwerk subventionieren, da es völlig unrentabel arbeitet. Und Deutschland? Wir setzen auf Sonnenstrom! Da wird in Bayern genörgelt, dass im Vergleich zu Niedersachsen viel zu wenig Windstrom produziert wird. Dazu die kleine Meldung: Bayern hat 3/4 weniger Wind und nur wenige wirklich produktive Standorte... vgl. Windatlas Deutschland. Fazit: Der rosagrüne Traum kann an der Wirklichkeit zerbrechen - und keiner war Schuld.


fragezeichen schreibt:
30.05.2011 17:48

@willi Ich gebe Ihnen recht, der Unternehmer kann nicht ausschließlich für eine sozial ausgewogene Gesellschaft verantwortlich gemacht werden. Allerdings ginge das auch an der Realität vorbei, denn faktisch übernehmen Unternehmer immer weniger soziale Verantwortung, siehe Gesundheitsreform nur mal als Beispiel. Da läuft alles auf den versicherten Unternommenen hinaus. Ich widerspreche Ihnen aber in der Frage der Produktivität: Es gibt sehr wohl große Konzerne die Zeitarbeit nach dem Grundsatz des Equal Payment honoriern, andere Unternehmen, in vergleichbaren Dimensionen hingegen nicht! Das kann keine Frage der Produktivtät sein, Wareneingang ist Wareneingang. Daher ist eine unterschuedliche Entlohnung für die gleiche Tätigkeit eben keine Frage der P. sondern der Gewinnmaximierung. Auswüchse in diesem Bereich haben wir in den letzten Jahren ja genügend erlebt. Es kann nicht angehen, dass wir eine nicht unerhebliche Anzahl von unmittel- und mittelbar Betroffenen aus dem wirtschatlichen und sozialen Leben ausschließen bzw. diesen Mitbürgern nur mit Mitteln der Leistungsverwaltung die Teilhabe an diesen Bereichen ermöglichen. Das ist im höchsten Maaße kontraproduktiv für unsere Sozialsysteme. Wir haben allein durch das von den Christlichen Gewerkschaften angerichteten Lohndumping der letzten neun Jahre eine nicht unerhebliche Rentenlücke gebastelt für die wir und unsere Kinder aufkommen müssen, nämlich über den Transfer in die Leistungsverwaltung um Renten von Niedriglohnempfängern aufzustocken. Man kann eben Leistungsverwltung nicht betriebswirtschaftlich regulieren. Leistunsgverwaltung ist eben ein Give Away ohne Anspruch auf Gegenleistung wie bei einem privatrechtlichen Vertrag. Und das was Politik soll und kann ist eine Sache, in der Theorie haben Sie ja recht, in der Praxis läuft das anderst. Da gilt vor der Wahl das Lauschen auf die vox populi. Was meinen Sie oder was schätzen Sie wie hoch der Anteil der Wahlberechtigten ist, die dass Parteiprogramm der gewählten Partei kennen. Wobei sich hier ironischerweise ja die Frage stellt, ob unsere Parteien überhaupt noch Programme haben. Der Wähler wählt im besten Fall, das was ihm nützt oder von dem er glaubt das es ihm wenigsten schadet. Alle Informationen hat er aber nicht. Deshalb ist die SPD eben bei 20 oder 21 und wird da auch standhaft bleiben, denn welchen Grund sollte jemand haben, der für 7,79 € + Aufstockung mit Hartz IV leben muss, die SPD zu wählen? Die haben ihm das unter Schröder und Steinmeier ja eingebrockt! Dasselbe Erlebnis wird die CDU noch haben. Diese Entscheidung, so sehr ich sie in der Sache befürworte ist ja nicht nur wegen den Planfestellungsverfahren äußerst fragwürdig. Wir werden da in zwei bis drei Jahren auf jeden Fall erst nach der nächsten Bundestagswahl die traurigen Kulleraugen unserer Politiker sehen, die dann sagen werden Ohhh Autsch, das haben wir nicht bedacht, dass dauert doch länger! Hmm sagen wir mal bis 2032! Dann aber bestimmt. Warten wir doch mal ab, wenn die Diskussion losgeht, wo der Müll hinkommt, der noch ein paar Jahrtausende vor sich hinstrahlt. Die KKW Befürworter, auch hier in den Beiträgen, äußern sich ja nicht dazu! Warten wir mal ab, wer laut heulend zum Kadi rennt, wenn der Bau einer Stromtrasse das Krötenbiotop an kleinen Bächlein hinter der grünen Wiese gefährdet. Es werden genau diesselben sein, die von Fukushima politisch proftieren......und dieser Ausstieg ist, auch wenn ich mich wiederhole, rein populistischer Natur. Das Thema ist erstmal vom Tisch, ein paar Redenschreiber werden das zu einem grandiosen Erfolg der Regierung umformulieren. Bleibt eben alles anderst.


The Mysterious ? schreibt:
30.05.2011 18:37

Na wie auch immer... es ist traurig das es erst zu einer Kathastrophe wie in fukushima kommen muss, bevor unsere Schwarz Gelbe Regierung den Schuss hört!


Pulm schreibt:
30.05.2011 22:52

Es ist schon erbärmlich zu sehen, wie aus rein politischen Gründen der Ausstieg aus der Kerntechnik erfolgt. In blindem Aktionismus werden Stresstests verordnet, die keinen Sinn erheben,da die Ergebnisse schon im Vorfeld bekannt waren. Jede Kerntechnishe Anlage wird ständig durch von der Behörde beauftragte Gutachter überprüft. Einige der Altanlagen erfüllen die gleichen Standards wie die neuen. Es heisst, der Ausstieg kostet den Bund eine Milliarde pro Jahr wegen fehlender Einnahmen aus der Brennelementesteuer. Wie kann das den Bund etwas kosten? Hat er etwa Gelder ausgegeben, die er nicht hat? Das erfüllt irgendwie den Tatbestand der Veruntreuung oder des Betrugs. Ich Frage mich, wie der Ausstieg begründet wird. Technisch oder politisch? Technische Gründe würden bedeuten, dass wir in den letzten 35 Jahren wissentlich den potentiellen Gefahren der Kernenergie ausgesetzt waren. Da das mit Billigung aller Parteien geschehen ist, stellt sich mir die Frage, ob eine Schadenserstzklage wegen unterlassener Sorgfaltpflicht gegenüber dem Bund nicht angemessen ware


WolfCGN schreibt:
31.05.2011 09:11

Was bis dato keiner kommentiert hatte, ist die Tatsache, daß der CO2 Ausstoß im vergangen Jahr enen absoluten Höchststand erreicht hat. Kernenergiestrom durch Gas und/oder Kohle zu ersetzen wird dieses Problem eher noch erhöhen. Wie man an Stuttgart 21 sieht wird keine der erforderlichen StromTrassen rechtzeitg fertig, da die Grünen die jetzt auf den schnellstmöglichen Ausstieg pochen vor Ort gegen jedes Energiespeicherwerk oder jede erforderliche Leitung kämpfen werden. Die Erderwärmung wird uns schneller einholen, als uns die grünen Gutmenschen glauben machen wollen. Jetzt werden wir peu à peu unsere, im weltweiten Vergleich, sicheren Kernkraftwerke abschlaten um dann Strom aus Frankreich, Belgien, Slovenien oder der Schweiz zu importieren. Aufgrund der Entwicklung der Weltbevölkerung wird der Energiehunger zunehmen - es sei denn CDU, SPD und Grüne überzeugen Inder und Chinesen auf die Errungenschaften der Technik zu verzichten. Das wird in großen Teilen mit Kernenergie geschehen und Firmen wie Areva und westinghouse werden die nächste Generation von noch sichereren Reaktoren entwickeln. Während also das neueste KernKraftwerk Emsland im Jahre 2022 vom Netz geht, kann es durchaus sein, dass dieser Strom dann aus dem sehr alten Blöcken des KKW Fessenheim kommt, welches direkt an der Grenze zu Deutschland steht. Im Falle eines Falles wird die französische Kontamination politisch korrekt an der Grenze haltmachen. Aber wenn die CDU grüner sein will als die Grünen, dann steht es nicht gut um unser Land. Im UN-Sicherheitsrat gemeinsam mit China und Rußland zur Libyenfraghe enthalten und bei der Kernenergie auf Isolationskurs. Sich der Multikulti Traumwelt hingeben und die Augen vor den Gewalttaten Jugendlicher häufig mit Migrationshintergrund verschließen. Banken die die Profite kapitalisieren und die Verluste sozialisieren. Es ist zeit für eine Partei, die sich abhebt von den jetzigen Parteien. Von Politikern, die nach Schule und Universität direkt Berufspolitiker werden und das echte Leben nur von Hörensagen kennen haben wir nichts zu erwarten als Opportunismus. Vielleicht finden sich ja ein paar kluge Köpfe wie Herr Merz und machen Politik die sich nicht an Randgruppen orientiert. Als jemand der nach Schule, Berusfausbildung und Wehrdienst durchgehend erwerbstätig war, fühle ich mich von keiner der Parteien vertreten. Der Aussteg war ein klassisches Beispiel für die Art von Politik die unser Land nicht nach vorne bringt!


Klaus schreibt:
31.05.2011 11:00

Japan ist am Ende Für Millionen Jahre wird es dort kein gesundes Leben mehr geben. Die Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben und sind völlig Machtlos.Wird noch hunderte Generationen betreffen Das eigentliche Problem, welches auch für Deutschland und den rest der Welt nicht lösbar ist, ist doch wohin mit dem Müll!!! Der begleitet uns noch viele Generationen lang, ohne Hoffnung auf eine sichere Endlösung .Wird uns noch richtig Geld kosten Die Wahlen gingen für die CDU und FDP aber nicht nur wegen Fukushima verloren. Diese Katastrophe warf und wirft lediglich ein Licht auf die soziale Inkompetenz von Schwaz/Gelb. Sanktioniert und abgestraft wurde die Regierung mit Sicherheit auch wegen Fukushima,aber hauptsächlich aber wegen ihrem Versagen im sozialpolitischen Bereich.Auch die SPD musste das erkennen. Denn welchen Grund sollte jemand haben, der für 7,79 € Aufstockung mit Hartz IV leben muss, die SPD zu wählen? Die haben uns das unter Schröder und Steinmeier ja eingebrockt! Dasselbe Erlebnis wird die CDU und FDP noch haben


Holger schreibt:
31.05.2011 12:44

Es haben noch immer einige nicht begriffen, daß es nicht nur um die Unsicherheit der Atomtechnik geht, sondern auch und vor allem den Müll der nicht bewältigt werden kann, siehe Asse, Gorleben etc. Klar, wenn ich die Strahlung nicht sehe, dann tut sie mir nix und die Studien zur Häufung von Leukämiefällen bei Kindern in der Nähe der AKWs hat nix mit der Atomenergie zu tun ;- Träumt weiter von einer sauberen Energie, deren Folgen auch in zehntausenden Jahren nicht verschwunden sein werden, und wartet auf die nächsten Erdbeben und das nächste Tschernobyl/Fukushima, oder lernt dazu


Chris07 schreibt:
31.05.2011 14:12

Nun ist Frau Merkel vor der gezielt durch die rot-grünen Politfunktionäre gesteuerten Hysteriewelle eingeknickt und hat in Deutschland das Ende des modernen Technologiezeitalters eingeläutet. Wer glaubt, „erneuerbar“ bedeutet „modern“, der irrt. Sonne und Wind gab es schon vor tausend Jahren. Heute wird mehr Energie benötigt. Statt dafür zu sorgen, dass den Menschen ausreichend bezahlbarer Energie zur Verfügung gestellt wird, wird nun daran gearbeitet, die Energie möglichst teuer zu machen um den Verbrauch zu drosseln. Es sollen gleichzeitig die energieintensive Industrie und die Geringverdiener entlastet werden – und wer soll das wieder bezahlen? Ich fürchte ich kenne die Antwort. Ihr kenn die Antwort auch schon. Wer sich im Fernsehen hinstellt und behauptet, der Preisanstieg beim Strom werde maximal 1 Cent pro Kilowattstunde betragen, der lügt. Wer das glaubt, ist dumm. Es wird jetzt gesagt „der Ausstieg sei nicht zum Nulltarif zu haben“. Das ist richtig, aber warum wird den Menschen nicht klar gesagt, wie viel der Wahnsinn wirklich kosten wird? Dann würden nämlich so manche der gerechten Protestteilnehmer es sich vielleicht doch anders überlegt haben. Ich bin echt gespannt, was die Protestler vom Wochenende bei sich zuhause sagen werden, wenn sie in einigen Jahren ihre Stromrechnung betrachten. Werden sie dann auch auf die Straße gehen? Was werden sie dann schreien? Die Polen, Tschechien und Franzosen werden sich den Vorteil billiger Energie nicht nehmen lassen. Auch dann nicht, wenn die angsterfüllten Deutschen sie darum ganz lieb bitten. Deutschland hat sich wieder mal seiner Zukunftsfähigkeit beraubt, freiwillig und aus eigener Kraft. Ich fürchte, Fortschritt und Wohlstand werden demnächst woanders stattfinden. Die einen werden sich weiter entwickeln, die anderen werden vor Angst zitternd Strom sparen. Fortschritt Made in Germany. Deutschland schafft sich ab und schaltet dabei ab – den gesunden Menschenverstand.


Chris07 schreibt:
31.05.2011 15:16

Nun ist Frau Merkel vor der gezielt durch die rot-grünen Politfunktionäre gesteuerten Hysteriewelle eingeknickt und hat in Deutschland das Ende des modernen Technologiezeitalters eingeläutet. Wer glaubt, „erneuerbar“ bedeutet „modern“, der irrt. Sonne und Wind gab es schon vor tausend Jahren. Heute wird mehr Energie benötigt. Statt dafür zu sorgen, dass den Menschen ausreichend bezahlbarer Energie zur Verfügung gestellt wird, wird nun daran gearbeitet, die Energie möglichst teuer zu machen um den Verbrauch zu drosseln. Es sollen gleichzeitig die energieintensive Industrie und die Geringverdiener entlastet werden – und wer soll das wieder bezahlen? Ich fürchte ich kenne die Antwort. Ihr kenn die Antwort auch schon. Wer sich im Fernsehen hinstellt und behauptet, der Preisanstieg beim Strom werde maximal 1 Cent pro Kilowattstunde betragen, der lügt. Wer das glaubt, ist dumm. Es wird jetzt gesagt „der Ausstieg sei nicht zum Nulltarif zu haben“. Das ist richtig, aber warum wird den Menschen nicht klar gesagt, wie viel der Wahnsinn wirklich kosten wird? Dann würden nämlich so manche der gerechten Protestteilnehmer es sich vielleicht doch anders überlegt haben. Ich bin echt gespannt, was die Protestler vom Wochenende bei sich zuhause sagen werden, wenn sie in einigen Jahren ihre Stromrechnung betrachten. Werden sie dann auch auf die Straße gehen? Was werden sie dann schreien? Die Polen, Tschechien und Franzosen werden sich den Vorteil billiger Energie nicht nehmen lassen. Auch dann nicht, wenn die angsterfüllten Deutschen sie darum ganz lieb bitten. Deutschland hat sich wieder mal seiner Zukunftsfähigkeit beraubt, freiwillig und aus eigener Kraft. Ich fürchte, Fortschritt und Wohlstand werden demnächst woanders stattfinden. Die einen werden sich weiter entwickeln, die anderen werden vor Angst zitternd Strom sparen. Fortschritt Made in Germany. Deutschland schafft sich ab und schaltet dabei ab – den gesunden Menschenverstand.


Fragezeichen schreibt:
31.05.2011 16:08

Es sind hier immer die gleichen Argumente auf Seiten der KKW Befürworter zu finden, mit denen auch in der Vergangenheit jede Forderung nach Ausstieg ausgebremst wurde. Da wird Wohlstand und Fortschritt kausal mit der Nutzung der Kernernergie begründet. Vom Klimawandel ganz schweigen! Hat sich eigentlich einmal einer der Befürworter der KKW mit den tatsächlichen Kosten der Kernergie beschäftigt? Eine kurze Suche bei Google kann da überrraschende Erkenntnisse bringen. Allein die Kosten des Fukushima GAU dürfte den Nutzwert der betroffen KKW bei weitem übersteigen. Für Tschernobyl hat die internationale Geberkonferenz dieses Jahr weitere 550 Millionen Euro für die Folgen der Reaktorexplosion in der heutigen Ukraine zur Verfügung gestellt, Deutschland zahlt davon 42 Millionen Euro. Insgesamt werden sich die Kosten allein für den Bau eines zweiten Sarkophags zur Sicherung der Reaktorruine auf mindestens 1,6 Milliarden Euro belaufen. Rechnet das man Global, berechtigt schleißlich ist ein KKW GAU ein globales Problem, dann kann man mehr oder weniger davon ausgehen, dass Verbraucher, was Kernenergier betrifft draufgelegt hat. Einmal ganz davon abgesehen von den Menschen, die mit ihrem Leben bezahlt haben und bezahlen werden, damit die Katastrophen in der heutigen Ukraine und in Japan eingedämmt wurden und werden. Nicht zu vergessen die damals und heute mittelbar und unmittelbar Betroffenen. Man kann sich ja mal eine halbe Stunde Zeit nehmen und bei Wikipedia Tschernobyl eingeben und dann mal lesen und dann mal darüber nachdenken. Und sich bei der Gelegenheit mal Fragen, wer einen GAU in Deutschland bezahlt, E.O.N. RWE und Vattenfall nicht, ebensowenig wie Tepco in Japan. Das macht der Staat also der Steuerzahler. Das Wohlstand und Fortschritt kausal mit der Nutzung der Kernergie verbunden sind ist schlicht lächerlich. Die drei großen Konzerne haben sich in den letzten Jahren bei der Entwicklung regenerativer Energien nicht gerade hervorgetan. Jetzt stehen auch diese Konzerne unter Innovationsdruck. Jetzt müssen sie in die Gänge kommen. Die Chancen für die deutsche Wirtschaft und Forschung werden vollkommen ausgeklammert. Und da haben wir noch den Klimawandel. Den ja die KKW Befürworter so fürchten. Machen Sie mal eine Güterabwägung zwischen einem Atom GAU und der globalen Erwärmung. Was werden wir wohl eher in den Griff bekommen, wissen- und volkswirtschaftlich? Noch zwei oder drei havarierte Reaktoren oder die Entwicklung der regenerativen Energien? Mit ist letzteres lieber, ich möchte meinen Kindern keine auf Jahrtausende vertrahlten Ruinen und Landstriche und lecke Endlagerstätten hinterlassen. Den Kindern meiner Mitmenschen, nicht nur in Deutschland, übrigens auch nicht!


Chris07 schreibt:
31.05.2011 19:07

und noch etwas: Japan ist noch lange nicht am Ende. Dort sind die ältesten Reaktoren verunfallt. Die neuen Anlagen werden sicherer sein denn je. Mal eine andere Frage: die Kernkraft wird in Deutschland seit 30 Jahren oder sogar länger genutzt. Wie viele Menschen sind in dieser Zeit durch Atomkraft in Deutschland gestorben? Wie viele Menschen sind in der gleichen Zeit durch Autoverkehr gestorben oder verletzt? Hunderttausende. Was ist objektiv gesehen gefährlicher? Warum gehen die rot-grünen Politfunktionäre nicht auf die Straße, um gegen Autos zu demonstrieren? Wenn sie wirklich Menschen schützen wollten, dann sollten sie es tun. Wenn mein Bekannter einen Autounfall erleidet, ist das ein Grund für mich, um mein eigenes Auto abzuschaffen und nur noch zu Fuß zu gehen? Oder lerne ich aus seinem Unglück und entwickle mein Auto weiter, damit es noch sicherer wird? Eine Technologie ist dazu da, um sie zu entwickeln und sicher zu machen. Das war bis jetzt der Motor der Entwicklung der Menschheit. Wenn wir jetzt anfangen, auf Technologien zu verzichten, werden wir früher oder später rückständig. Es geht nicht nur um die Kernkraft, in Deutschland entwickelt sich langsam und schleichend eine irrationale Technologiefeindlichkeit. Fortschritt? – ja, aber bitte nicht vor meiner Tür. Kernkraftwerke sind gefährlich, Mobilfunkstrahlung verursacht Krebs, Stromleitungen verursachen Kopfschmerzen, Windräder töten Fledermäuse und machen Kühe verrückt, Impfungen sind schädlich für Kinder, Ortsumgehungen stören Kröten. Überall findet sich ein Wutbürger, der alles verhindert. Es ist in, dagegen zu sein. Die Deutschen haben es verlernt, dafür zu sein, nach Etwas zu streben. Es kann doch nicht sein, dass Windkraft und Solarstrom die angestrebte Stromversorgung sein sollen! Damit kann man vielleicht gerade noch existieren, aber erreicht niemals die Sterne. Gute Nacht!


F.-D. Barz schreibt:
01.06.2011 15:34

Ist denn ein großteil der Bevölkerung so blind, dass wir unsere A- Mailer abschalten und den Strom bei Altmailern in Tschechien und Frankreich kaufen?Wir kaufen derzeit dort schon größere Mengen und es wird mehr werden.Diese Kraftwerke haben wir nicht unter kontrolle.Die stehen nur 30-100km von der deutschen Grenze entfernt.Unsere Stromerzeuger investieren schon jetzt kräftig in der EU.Weder dort noch die zukünftigen Strompreise sind dann überprüfbar. Wo ist jetzt der Erfolg unseres Ausstiegs?


Wolf schreibt:
01.06.2011 16:27

Ich denke, dass keiner im Dunkeln sitzen muss. Es ist doch nur logisch das die Energiekonzerne den Teufel an die Wand malen möchten und die Leute einschüchtern wollen weil sie ja etwas zu verlieren haben. Und mal abgesehen davon, die vielen Milliarden die für die Lagerung des Atommülls der Gesellschaft aufgebürdet wird. In den Konzernbilanzen tauchen diese nicht auf. Ich denke, wenn die Bundesregierung diese Geldvernichtung beendet und die wahren Kosten der Atomenergie auflistet, dann ist der Atomstrom nicht mehr so billig wie manche es gerne hätten. Und wie man sieht, dass Japan Staatshilfen über 43 Milliarden bereitstellen muss nur weil ein Kraftwerk defekt ist, sollte das einem schon zu denken geben. Was geschieht wenn das Klima so weiter geht und dei Füsse zu wenig Wasser führen und die Anlagen dann nicht mehr genügend gekühlt werden können?? Mit den Milliarden, die man bis jetzt in den Sand gesetzt hat hätte man schon längst Stromtrassen bauen können. Es ist Zeit die waren Kosten der unverantwortlichen Atomkraft zu zeigen. Deutschland muss nicht ins Wasser springen nur weil es andere Länder tun. Jeder sollte nachdenken ob er etwas beitragen kann um Energie zu sparen.