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Die Festung Masada ist ein touristische Highlight am Toten Meer. Es liegt mitten in der Wüste.
Die Festung Masada ist ein touristische Highlight am Toten Meer. Es liegt mitten in der Wüste.(Foto: imago/Frank Brexel)
Mittwoch, 22. März 2017

Neuer Flughafen, mehr Angebote: Israel will Urlauber für die Wüste begeistern

Von Sonja Gurris

In der Nähe des Badeorts Eilat wird dieses Jahr ein neuer Flughafen gebaut, der noch mehr Fluggesellschaften nach Israel locken soll. Urlauber sollen nicht nur Tel Aviv und Jerusalem besuchen, sondern auch die Wüste für sich entdecken. Die Regierung hat große Pläne.

Die "Heilige Stadt" Jerusalem und das quirlige und trendige Tel Aviv sind Israels touristische Aushängeschilder. Ein Urlaubstrip mit gleich zwei Städtereisen wird von dem Land nun mit einer eigenen "Citybreak"-Kampagne beworben. Das ist auch kein Wunder, denn die beiden gegensätzlichen Städte liegen nur 45 Autominuten auseinander. Doch neben diesen Attraktionen will die israelischen Regierung nun auch die Wüste in den Fokus der Urlauber rücken.

So soll der neue Flughafent in der Nähe von Eilat aussehen.
So soll der neue Flughafent in der Nähe von Eilat aussehen.(Foto: Ramon Airport)

Mit dem neuen "Ramon Airport" bei Eilat im Süden des Landes soll die nötige Infrastruktur und ein neues Tor für die Touristen gebaut werden. Wenn alles nach Plan läuft, dann soll der neue Flughafen noch 2017 eröffnet werden. Dadurch sollen auch noch mehr Fluggesellschaften ins Heilige Land geholte werden.

Mehr Erlebnisse in der Wüste

"Mit dem neuen Flughafen im Süden fokussieren wir uns auch auf die israelische Wüste, vom Roten bis zum Toten Meer, da gibt es zum Beispiel den Ramon-Krater. 60 Prozent unseres Landes besteht aus Wüste", erklärt Amir Halevi, Direktor General des israelischen Tourismusministeriums n-tv.de. "Wir glauben, dass es gerade für europäische Urlauber im Winter eine echte Option sein könnte.  Es sind 20 bis 25 Grad und Sonnenschein, wunderbare Bedingungen zum Radfahren und Wandern in der Wüste."

Gerade die deutschen Israel-Urlauber sollen neue Angebote bekommen. Denn diese kommen besonders gerne wieder: "40 Prozent der deutschen Israel-Besucher sind Wiederholungs-Reisende. Beim zweiten Mal kommen sie dann, um andere Dinge zu sehen", erklärt Uri Sharon, der zuständige Tourismus-Direktor Deutschland. "Dann wollen sie vielleicht auch mal etwas Sport machen und etwas Neues ausprobieren."

Bessere Verbindungen

Die Zahl ausländischer Gäste ist nach Angaben des Tourismusministeriums auf einem Rekordstand. Deshalb wird die Infrastruktur weiter ausgebaut. Ein neuer Zug soll zukünftig Tel Aviv mit Jerusalem verbinden, außerdem ist mit der Buslinie 485 eine schnellere Verbindung zwischen Jerusalem und dem Tel Aviver Ben-Gurion-Flughafen geschaffen worden.

Sicherheitsbedenken für einen Urlaub in Israel sieht Amir Halevi nicht: "In den letzten zwei Jahren sind überall, auch in Europa, Attacken passiert. Es kann überall geschehen. Wir haben in Israel viel Erfahrung damit, die Menschen zu schützen. Wir wissen genau, wie wir damit umgehen."

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Quelle: n-tv.de

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