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Denkmal am Ort des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 in der früheren Wolfsschanze von Rastenburg (heute Ketrzyn).
Denkmal am Ort des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 in der früheren Wolfsschanze von Rastenburg (heute Ketrzyn).(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)
Dienstag, 24. Januar 2012

Hitlers Bunker als Touristenmagnet: Wolfsschanze wird ausgebaut

Adolf Hitlers ehemalige Bunkeranlage Wolfsschanze zieht jetzt schon bis zu 200.000 Besucher im Jahr an. Doch das ist Polen nicht genug - die Anlage soll so ausgebaut werden, dass die Gäste länger bleiben als nur "ein oder zwei Stunden".

Die polnischen Behörden wollen Adolf Hitlers ehemalige Bunkeranlage Wolfsschanze stärker zum Touristenmagneten ausbauen. Kinder sollten genauso wie Geschichtsinteressierte angezogen werden, sagte Artur Kurek vom polnischen Forstwirtschaftsamt. Per Ausschreibung werde nun ein neuer Betreiber des ehemaligen Führerbunkers gesucht.

Ziel seien vor allem Investitionen zur Modernisierung in das in den Bunkeranlagen eingerichtete Hotel und Restaurant, sagte Kurek. "Wir wollen, dass die Touristen nicht mehr nur für eine oder zwei Stunden kommen", fügte er hinzu.

20 Prozent mehr Besucher erhofft

Derzeit zieht die Wolfsschanze zwischen 180.000 und 200.000 Besucher im Jahr an. Mit den Investitionen von umgerechnet 1,6 Millionen Euro zur Modernisierung soll die Besucherzahl um bis zu 20 Prozent erhöht werden.

Die Wolfsschanze lag im früheren Ostpreußen und heutigen Polen und diente Hitler während des Zweiten Weltkriegs viele Jahre als Kommandozentrum. Auf dem Gelände der Wolfsschanze verübte Claus Graf von Stauffenberg während einer Lagebesprechung das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler. Seit dem 20. Juni 1992 erinnert daran eine Gedenktafel. Von den Bunkern sind heute nur noch Ruinen übrig. Polen machte das Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich, um die Verbrechen der Nazis zu dokumentieren.

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Quelle: n-tv.de

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