Wirtschaft
Ein Triebwerkausfall hat einen Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates kurz nach dem Start in Sydney zur Umkehr gezwungen. (Archivbild)
Ein Triebwerkausfall hat einen Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates kurz nach dem Start in Sydney zur Umkehr gezwungen. (Archivbild)(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Blitz, ein Knall, eine Notlandung: A380-Problem trifft EADS

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS kommt nucht zur Ruhe. Nach der gescheiterten Fusion mit BAE Systems rückt wieder die Flugzeugtochter Airbus in den Fokus der Öffentlichkeit. Eine A380-Maschine, das Prestigeprojekt des Konzerns, muss notlanden. Die Anleger reagieren prompt.

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Nach einer Notlandung eines Airbus A380 haben sich Anleger von Papieren der Mutter EADS getrennt. Die Titel des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns fielen zeitweise um mehr als 2 Prozent und schlossen am Ende 0,9 Prozent im Minus. Der ebenfalls im MDax gelistete Triebwerksbauer MTU, der mit General Electric und Pratt & Whitney im Konsortium die Triebwerke baut, stand ebenfalls unter Druck, die Titel verloren 1,9 Prozent.

Eine Maschine der Fluggesellschaft Emirates musste kurz nach dem Start wegen Problemen mit einem der Triebwerke nach Sydney umkehren. Ein Lichtblitz und ein lauter Knall hatten den Triebwerksschaden angekündigt.

Ein Blitz, ein Knall

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Der an Bord der Emirates-Maschine mitreisende Journalist Matt Campbell sagte der Zeitung "Sydney Morning Herald", der Vorfall habe sich ereignet, während das Flugzeug noch im Anstieg gewesen sei. "Etwa eine halbe Stunde nach dem Start sah ich einen hellen orangefarbenen Blitz, hörte einen lauten Knall, und es gab einen heftigen Ruck in der Kabine", berichtete Campbell. Die Flugbegleiter seien hektisch durch die Kabine gerannt, schließlich habe der Pilot in einer Durchsage mitgeteilt, dass es ein Problem mit Triebwerk Nummer drei gegeben habe. Das Triebwerk sei abgeschaltet worden.

"Der Pilot hat seine Entscheidung zur Umkehr als Vorsichtsmaßnahme getroffen", sagte ein Emirates-Sprecher. Es sei möglich, dass Passagiere einen Blitz gesehen und einen Knall gehört hätten. Es habe aber weder Flammen noch Rauch am Triebwerk des größten Passagierflugzeugs der Welt gegeben. Einige Passagiere hatten örtlichen Medien berichtet, sie hätten Feuer gesehen.

Emirates entschuldigte sich bei den 380 Passagieren des Flugs Sydney-Dubai für den Vorfall. Die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung habe oberste Priorität. Was genau den Triebwerkschaden verursachte, war zunächst unklar.

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Die mitreisende Ärztin Amal Aburawi sagte dem "Sydney's Daily Telegraph", die Flugbegleiter seien "mehr in Panik geraten als die Passagiere". "Alle sind kreuz und quer gerannt, keiner wusste, was passiert." Auch habe es keine Ansagen auf Arabisch gegeben, wie normalerweise üblich. Viele der Passagiere seien Araber gewesen, unter ihnen "viele alte Frauen", sagte Aburawi.

Produktionsfehler

Es ist nicht das erste Mal, dass es Probleme mit den Triebwerken des A380 gibt: Im November 2010 musste ein Pilot der australischen Fluggesellschaft Qantas einen A380 bei einem spektakulären Vorfall in Singapur notlanden, nachdem ein Triebwerk explodiert war. Die Fluggesellschaft ließ daraufhin vorübergehend ihre gesamte A380-Flotte am Boden.

Eine Untersuchung ergab, dass die Ursache ein Produktionsfehler bei den Triebwerken des Herstellers Rolls-Royce war, im Frühjahr 2011 bekam Qantas Schadenersatz in Höhe von 70 Mio. Euro zugesprochen. Der Airbus A380 fliegt mit Triebwerken von Rolls-Royce oder der Engine Alliance, einem Zusammenschluss der US-Konzerne General Electrics und Pratt & Whitney.

Zahlreiche Fluggesellschaften, darunter auch Lufthansa, haben das Langstreckenflugzeug der EADS-Tochter Airbus im Einsatz. Zuletzt hatte die Lufthansa ein Problem mit kontaminierter Kabinenluft in ihren Airbus A380 eingeräumt. Deshalb seien mehrmals Triebwerke gewechselt worden.

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Quelle: n-tv.de

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